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LACHEN: Psychologische Täter-Betreuung wirft Fragen auf

Ende Juli wurde eine 22-jährige Frau durch den eigenen Vater getötet. Der Täter in diesem Familiendrama wird psychologisch betreut, das wirft bei FDP-Fraktionspräsidenten Sibylle Ochsner Fragen auf.
Tatort Lachen: Die Polizei sperrte das Gebäude weiträumig ab. (Bild: Leserreporter)

Tatort Lachen: Die Polizei sperrte das Gebäude weiträumig ab. (Bild: Leserreporter)

Das Tötungsdelikt von Lachen löste Entsetzen und Bestürzung aus. Gemäss dem leitenden Staatsanwalt waren am Opfer keine Spuren festzustellen, die auf den Einsatz einer Waffe schliessen liessen. Die 22-Jährige erlag tags darauf seinen schweren Verletzungen. Kurz darauf wurde der leitende Staatsanwalt im Bericht wie folgt zitiert: «Der Täter, der 53-jährige Vater des 22-jährigen Opfers, befindet sich zurzeit in Untersuchungshaft und wird psychologisch betreut. Die Familie wird ebenfalls psychologisch betreut.»

Wie die FDP des Kantons Schwyz am Montag mitteilte, hat diese Aussage des Staatsanwaltes die Galgener Kantonsrätin und FDP-Fraktionspräsidentin Sibylle Ochsner zu einer kleinen Anfrage an die Schwyzer Regierung bewogen. «Die Betreuung von Opfern oder deren nahestehenden Personen ist über die Gesetzgebung betreffend die Opferhilfe geregelt. Dass aber auch der Täter psychologisch betreut wird, erstaunt», kommentiert Sibylle Ochsner ihre kleine Anfrage, welche sie bei der Schwyzer Staatskanzlei einreichte.

Wer trägt die Kosten?

Ochsner möchte von der Regierung wissen, «ob es grundsätzlich üblich ist, dass Täter, insbesondere Gewalttäter psychologisch betreut werden? Und wenn ja: Welches ist die gesetzliche Grundlage dafür und wer trägt die Kosten der psychologischen Betreuung des Täters?»

Des weiteren will Ochsner von wissen, ob die Kosten für die psychologische Betreuung des Täters bei einer allfälligen Verurteilung beim diesem zurückgefordert werden?

Sie wolle aus dem tragischen Tötungsdelikt keineswegs ein Politikum machen, so Ochsner. «Aber dass eine junge Frau von ihrem Vater umgebracht wird und dieser sogleich psychologische Betreuung bekommt, wirft für mich diese Fragen auf.»

pd/zim

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