LANDWIRTSCHAFT: Der Milchstreit spitzt sich zu

Die Nerven liegen blank: Bauernpolitiker Josef Kunz fordert Massnahmen gegen den Zerfall des Milchpreises und droht bereits mit neuen Kampfmassnahmen.

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Ber Milchpreis gibt erneut zu reden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Ber Milchpreis gibt erneut zu reden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Der Milchpreis ist im freien Fall nicht nur in Europa, sondern auch in der Schweiz. Ein Jahr nach dem Milchstreik, bei dem die Schweizer Landwirte eine Preiserhöhung um 6 Rappen erzielten, wird nun genau dies den Bauern zum Problem. Denn die Preiserhöhung führte zu einer massiven Überproduktion. Die Folge: Der Preis sinkt auf schätzungsweise 55 bis 60 Rappen.

Für Josef Kunz, SVP-Nationalrat und Luzerner Landwirt, ist das Mass voll: Er fordert Massnahmen gegen den Preiszerfall. Organisationen, die sich nicht an die Beschlüsse des Schweizer Milchproduzenten-Verbandes halten, seien öffentlich zu nennen und deren Vorstände abzusetzen.

Für Hektik unter den Zentralschweizer Milchbauern hat auch die Ankündigung von 120 ZMP-Bauern gesorgt, ihre Milch künftig direkt an die Hochdorf-Gruppe zu liefern. «Es ist uns wichtig, dass die Milchproduzenten hinter dem von Hochdorf unterstützten Modell der Milchwirtschaft stehen und sich auf den internationalen Wettbewerb vorbereiten wollen», teilt Werner Schweizer, Geschäftsführer der Hochdorf Swiss Milk AG, mit.

Jürg Auf der Maur

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Zentralschweiz am Sonntag.