Langes Warten auf neue Züge

Der Bund will nur noch in Ausnahmefällen neue Züge mitfinanzieren. Bei Zentral- und Südostbahn befürchtet man nun Verzögerungen; und hofft auf die Politik.

Cyril Arreger
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Die Zentralbahn beim Verlassen der Stadt Luzern (hier noch über die alte Strecken geführt). (Bild: Keystone)

Die Zentralbahn beim Verlassen der Stadt Luzern (hier noch über die alte Strecken geführt). (Bild: Keystone)

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) beteiligt sich ab sofort nicht mehr an den Kosten für neue Züge im Regionalverkehr. Die Kosten für den Regionalverkehr würden die verfügbaren Mittel des Bundes übersteigen. Das hat auch Auswirkungen auf Bahnanbieter in der Zentralschweiz. Bei der Zentralbahn oder der Südostbahn könnte sich der notwendige Ersatz von veraltetem Rollmaterial um Jahre verzögern. Sollte der Bund auf dem Investitionsstopp beharren, «besteht die Gefahr, dass die Wagen nicht vor 2020 ersetzt werden», sagt Zentralbahn-Geschäftsführer Renato Fasciati auf Anfrage. Für eine frühere Beschaffung müsste dann der politische Wille der Kantone vorhanden sein – sie müssten dann auch die 50 Prozent, die der Bund sonst übernimmt, finanzieren.

BAV-Mediensprecher Andreas Windlinger erklärt, die Massnahme des BAV sei nur eine von mehreren, um die Ausgabensteigerungen im öffentlichen Regionalverkehr zu reduzieren. «Letztlich entscheidet die Politik, ob diese angewandt wird, oder ob doch mehr Geld für den regionalen öffentlichen Verkehr bereitgestellt wird.» Windlinger betont zudem, dass die reine Ersatzbeschaffung weiterhin vom Bund mitfinanziert werden soll. «Nicht aber bei Angebotsverbesserungen wie zum Beispiel Taktverdichtungen.»

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