Lara Gut zügelt in die Zentralschweiz

Lara Gut verlegt ihren Wohnsitz von Comano bei Lugano nach Arth. Im Tessin nimmt der «Fall Gut» politische Dimensionen an.

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Die Skirennfahrerin Lara Gut (19) wohnt offiziell nicht mehr in ihrer Tessiner Heimatgemeinde Comano bei Lugano. Sie hat ihren Wohnsitz nach Arth verlegt, wie das Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz (RSI) am Dienstag meldete.

Tessin: Ruf nach Schadenersatz

Die Nachricht führte im Südkanton umgehend zu heftigen Diskussionen. Besonders enttäuscht ist FDP-Grossrat Giorgio Galusero. Er hat eine Anfrage an den Staatsrat eingebracht, in der er sich über die Domizilverlegung beklagt. Der Kanton Tessin habe Lara Gut stets unterstützt und ihr Erleichterungen für die Kurse von Leistungssportlern in Tenero gewährt. «Ihr jüngster Entscheid, der wohl aus Steuergründen gefallen ist, scheint mir kein gutes Zeichen gegenüber den staatlichen Strukturen zu sein, die der Kanton seinen Jungen zur Verfügung stellt», so Galusero. Man solle die Leistungen quantifizieren und sich allenfalls überlegen, Schadenersatz zu fordern.
In Schwyz äussert man sich vorsichtig zum Umzug: «Ich weiss zwar nichts davon, aber wenn es so ist, dann ist das natürlich eine freudige Nachricht», sagte der Arther Gemeindepräsident Peter Probst auf Anfrage.

Lara Gut sorgt mit ihrem Umzug für neuen Zündstoff, nachdem der Wirbel um die Auseinandersetzung mit dem Schweizer Skiverband Swiss-Ski abgeflaut ist.

Gerhard Lob und Irene Infanger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.