Lateinische Messen in Oberarth

Der Churer Bischof Vitus Huonder hat für Gemeinschaften, welche die Messe nach dem traditionellen lateinischen Ritus feiern, strukturelle Klarheit geschaffen. Er hat in Oberarth und Thalwil per 22. Februar so genannte Personalpfarreien errichtet.

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Die Personalpfarrei Maria Immaculata in Oberarth werde geschaffen für die Gläubigen aus der Urschweiz, die Personalpfarrei Hl. Maximilian Kolbe in Thalwil für die Gläubigen aus dem Kanton Zürich, wie es in einer Mitteilung des Bistums Chur vom Montag heisst.

Seit über 35 Jahren existieren im Bistum diese zwei Zentren für konservativ-traditionalistische Gläubige. Sie sind der Form des römischen Ritus verbunden und bevorzugen folglich die lateinische Messe. Mit der Errichtung von Personalpfarreien habe der Bischof nun für ein unbefriedigendes Dauerprovisorium kirchenrechtlich Klarheit geschaffen, heisst es weiter.

Zugehörigkeit nicht von Wohnsitz abhängig

Die Zugehörigkeit zur Personalpfarrei ist nicht wie bei der klassischen Pfarrei primär vom Wohnsitz abhängig, sondern durch die Mitgliedschaft in einer Gruppe, die sich durch Besonderheiten in Ritus, Sprache oder Nationalität auszeichnet. So ist etwa die Italienermission in den Städten Zürich und Winterthur ebenfalls als Personalpfarrei organisiert.

Im vergangenen Oktober hatte Bischof Huonder betont, dass das Priesterseminar St. Luzi in Chur eine Ausbildungsstätte für Kandidaten bleibt, die sich der ordentlichen Form der Messe verbunden fühlen.

Kandidaten, welche die so genannte lateinische Messe bevorzugen, werden im Bistum Chur weder ausgebildet noch zu Priestern geweiht. Diese konservativ-traditionalistischen Priesterkandidaten werden an jene Institute verwiesen, die der ausserordentlichen Form verpflichtet sind.

sda