LAUERZERSEE: Schadstoffe stammen nicht von Deponie

Vor acht Jahren sorgte Gift in Lauerzersee-Muscheln für Aufregung. Inzwischen ist klar, dass es nicht von der Abfalldeponie in Seewen kommt.

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Die Schlacken-Deponie in einer Aufnahme von 2002. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Die Schlacken-Deponie in einer Aufnahme von 2002. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

In Wandermuscheln im Lauerzersee war 2002 giftiges Kadmium gefunden worden - ein Schwermetall, das den menschlichen Organismus belastet. Die Entdeckung machten Laboranten im Auftrag des Zweckverbands für Kehrichtbeseitigung Region Innerschwyz. Dieser Kehrichtverband hatte 1996 in der leeren Mulde des Steinbruchs Zingel in Seewen begonnen, Schlacke aus der Kehrichtverbrennungsanlage abzulagern.

Schon vor dem Deponiebeginn hatten die Behörden vom Kehrichtverband Sicherungsanlagen für mehr als 10 Millionen Franken verlangt. Der Verband musste die Deponiesohle abdichten und ein teures Überwachungssystem einbauen. Dazu gehört seit Jahren auch der Untersuch von Muscheln aus dem Lauerzersee.

Taucher holen mehrmals jährlich Muscheln aus dem See und schicken sie zur Analyse in ein Universitätslabor. Die in den Muscheln gefundenen Metalle werden mit jenen des Sickerwassers aus der Deponie verglichen. Doch: «Im Sickerwasser aus der Deponie, das nicht in den See fliesst, kann kein Kadmium nachgewiesen werden.»


Bert Schnüriger


Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.