Linthsanierung landet vor Bundesgericht

Nun macht die IG Hochwasserschutz aus ihrer Drohung Ernst: Mindestens zwölf Beschwerdeführer ziehen den Fall weiter ans Bundesgericht.

Drucken
Teilen

Schlag auf Schlag gings am Freitag: Am Morgen liess die Linthkommission verlauten, man gehe nicht auf die Forderung der IG Hochwasserschutz ein. «Die Dämme werden nicht erhöht. Das ist zu teuer.» Postwendend folgte am Nachmittag die Retourkutsche. «Nun ziehen wir den Fall ans Bundesgericht», sagte Peter Kistler, Vizepräsident der IG Hochwasserschutz.

Vollmacht unterzeichnet
Laut Kistler haben am Freitagnachmittag zwölf Beschwerdeführer eine entsprechende Prozessvollmacht unterzeichnet. «Und es werden noch mehr mitmachen.» Kistler zeigte sich überzeugt, dass der Gang nach Lausanne zum Erfolg wird. «Unser Anwalt errechnet sich gute Chancen.» Vor Bundesgericht will die IG klarstellen, «dass die Linthkommission absichtlich mit falschen Daten operiert». Wer trägt die Kosten? «Einsprecher und IG-Mitglieder kommen für die Kosten auf. Das ist bereits zu einem früheren Zeitpunkt so beschlossen worden.» 

Weiterzug angedroht
Willi Haag, Präsident der Linthkommission, zeigte sich ob dem Beschluss nicht überrascht: «Die IG Hochwasserschutz hat den Weiterzug schon mehrfach angedroht. Damit musste ich rechnen.» Kistlers Vorwurf, die Linthkommission operiere mit falschen Zahlen, weist er weit von sich. «Solche unwahren Unterstellungen überraschen mich in diesem verbissenen Zahlenkrieg nicht mehr.» 

Zum Hintergrund: Die Linthkommission appelliert an die 27 privaten Beschwerdeführer, auf den Gang vor das Bundesgericht zu verzichten. Sie waren Mitte Februar vor dem St. Galler Verwaltungsgericht mit ihrer Forderung nach einer höheren Abflussmenge abgeblitzt.