LITERATUR: Wilhelm Tell als Comic-Held

Der bekannte Illustrator von «Batman» veröffentlichte das Tell-Drama in einem Comic. Die erste Auflage ist ausverkauft.

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Die Illustrationen des Comics «Legende von Willhelm Tell» setzen den Vierwaldstättersee in Szene. (Bild: David Boller)

Die Illustrationen des Comics «Legende von Willhelm Tell» setzen den Vierwaldstättersee in Szene. (Bild: David Boller)

Das klassische Drama «Wilhelm Tell» von Friedrich Schiller gibt es seit kurzem in Form eines Comics. Die Geschichte lebt von den detailreichen Illustrationen. Es ist kein Zufall, dass die Zeichnungen an Comic-Bestseller erinnern. Der Illustrator David Boller war an der Erstellung von «Spiderman», «Batman» und «X-Men» beteiligt.

Für «Die Legende von Wilhelm Tell» bekam er die kurzen Texte geliefert und zeichnete dazu den Comic. Die Graphic Novel soll möglichst nah an Schillers Original sein und enthält keine Neuinterpretation. «Wir haben nur ein paar visuelle und szenische Änderungen gemacht, um die Geschichte besser fliessen zu lassen», erklärte Boller.

Eine englische Version für Touristen als Souvenir mit Bezug zur Region um den Vierwaldstättersee hat der Herausgeber Boller nicht. Er betrachtet den Kampf um die Freiheit als aktuelles Thema: «Der Apfelschuss ist weltbekannt, und Tell gilt als der Freiheitskämpfer überhaupt.» Die Geschichte wird auf 48 bildreichen Seiten abgehandelt.

Das Buch ist im Gegensatz zu Schillers Original keine schwere Kost und auch für Kinder gut verständlich. Die erste deutsche Auflage ist bald ausverkauft. Die englische Ausgabe produzierte die Wollerauer Firma hauptsächlich für Touristen als Souvenir aus der Zentralschweiz.

Nadia von Euw

Hinweis
«Die Legende von Wilhelm Tell», ISBN: 978-3-906885-01-8, ist im Buchhandel ab 15.95 Franken erhältlich.