«Luchs»: Der Justizstreit ist eskaliert

Im Schwyzer Justizwesen tobt seit Jahren ein heftiger Konflikt. Die zwei Hauptkontrahenten: Staatsanwalt Georg Boller und Kantonsgerichtspräsident Martin Ziegler. Nun drohen personelle Konsequenzen.

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Eine Übung der Polizei-Spezialeinheit Luchs auf dem Bürgenstock. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Eine Übung der Polizei-Spezialeinheit Luchs auf dem Bürgenstock. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der Schwyzer Regierungsrat Peter Reuteler hat genug: «So geht das nicht mehr weiter», erklärt der Vorsteher des Sicherheitsdepartementes. Grund für seinen Ärger ist der seit Jahren schwelende Konflikt im Schwyzer Justizwesen. Staatsanwaltschaft und Kantonsgericht sind derart zerstritten, dass an ein normales Arbeiten kaum mehr zu denken ist.

Auch zwei Jahre später hat sich die Situation nicht gebessert – im Gegenteil: Der Streit ist jetzt eskaliert. Auslöser dafür ist wohl die Berichterstattung unserer Zeitung zur Untersuchung zum Einsatz der Luzerner Polizei-Sondereinheit Luchs.

Zwei Hauptkontrahenten

Die beiden Hauptkontrahenten sind Kantonsgerichtspräsident Martin Ziegler und der Leitende Staatsanwalt Georg Boller, welcher die Untersuchung im Fall «Luchs» leitet. Für Regierungsrat Reuteler ist es inzwischen «wahrscheinlich, dass wir personelle Konsequenzen ins Auge fassen müssen». Treffen dürften diese wohl Boller, denn Ziegler ist noch bis Ende Juni 2012 im Amt und könnte erst dann vom Kantonsrat nicht mehr wiedergewählt werden. Für Boller hingegen ist der Regierungsrat zuständig.

Benno Mattli/ks

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