Luchs-Prozess: Freispruch für beide Polizisten

Das Schwyzer Strafgericht hat am Freitag das Urteil im Luchs-Prozess veröffentlicht. Die beiden Luzerner Polizisten der Sondereinheit Luchs wurden von Schuld und Strafe freigesprochen.

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Eines der beiden Opfer im Luchs-Fall in Schwyz im Gerichtssaal. (Bild: Zeichnung Aleksandra Mladenovic/Neue LZ)

Eines der beiden Opfer im Luchs-Fall in Schwyz im Gerichtssaal. (Bild: Zeichnung Aleksandra Mladenovic/Neue LZ)

Beim Luchs-Prozess vom Donnerstag hatte die Staatsanwaltschaft für die beiden Luzerner Polizisten bedingte Geldstrafen wegen Amtsmissbrauchs und Freiheitsberaubung für die zwei Polizisten gefordert. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Nun ist das Schwyzer Strafgericht in seinem Urteil den Anträgen der Verteidigung gefolgt. Die zwei Polizisten der Sondereinheit Luchs wurden von Schuld und Strafe freigesprochen. Die beiden hatten im Juni 2005 in Oberarth zwei Unschuldige festgenommen, die sie irrtümlich für international gesuchte Schwerverbrecher hielten.

In der Kurzbegründung des Urteils weist das Schwyzer Strafgericht darauf hin, dass es ausschliesslich den in den Anklageschriften aufgeführten Sachverhalt zu beurteilen hatte. Unter anderem stellte das Gericht fest, dass die beschuldigten Polizeibeamten zunächst (fälschlicherweise) davon ausgegangen seien, dass sich im zu kontrollierenden Auto Schwerverbrecher befinden würden, die auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. Gestützt auf den jeweiligen Wissensstand, sei der Einsatz der Luchs-Beamten mit den für einen solchen Fall vorgesehenen Mitteln erfolgt.

Auch die anfängliche Flucht der beiden Geschädigten mag aus ihrer Sicht in dieser Situation verständlich erscheinen, heisst es in der Kurzbegründung weiter. Aus Sicht der Polizisten jedoch habe diese Flucht jedoch eine eine erhebliche Fluchtgefahr manifestiert, welcher mit geeigneten Massnahmen begegnet werden musste.

sda/zim

Einen ausführlichen Artikel sowie Stimmen zum Urteil im Luchs-Prozess lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.