«Luchs»: Prozess im Januar

Amtsmissbrauch und Freiheitsberaubung heissen die Vorwürfe, denen sich Mitte Januar zwei Luzerner Polizisten dem Strafgericht des Kantons Schwyz stellen müssen. Es geht um einen Vorfall im Jahr 2005.

Drucken
Teilen

Das Strafgericht des Kantons Schwyz führt am 19. und 20. Januar einen Prozess gegen zwei Polizisten aus dem Kanton Luzern. Die Schwyzer Oberstaatsanwaltschaft klagt die beiden Männer wegen Amtsmissbrauchs und Freiheitsberaubung an.

Es geht um einen Vorfall vom 5. Juni 2005. Damals stoppte die Sondereinheit Luchs der Luzerner Polizei in Oberarth einen Personenwagen und nahm zwei junge Serben aus Goldau fest. Die Polizisten vermuteten zwei international gesuchte Schwerverbrecher im Auto. Nach der Festnahme zeigte sich, dass die Polizisten die Falschen gestellt hatten.

Grosses Medieninteresse

Seither sorgten der Fall und seine Untersuchung mehrmals für Schlagzeilen. Als Verhandlungsort hat das Strafgericht den Schwyzer Kantonsratssaal reserviert. Nebst den beiden Angeklagten und den Opfern samt Anwälten rechnet das Gericht mit Publikum und einer grösseren Anzahl von Medienberichterstattern.

Bert Schnüringer