Luchs-Untersuchung: So wurde geschlampt

Die Untersuchung zum Einsatz der Luchse hat Mängel. Mehrfach wurde geschludert – so wurde beispielsweise ein wichtiger Zeuge nicht befragt.

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Mitglieder der Polizei-Spezialeinheit «Luchs», hier bei einer Demonstration in einem alten Hotel auf dem Bürgenstock. (Bild: (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ))

Mitglieder der Polizei-Spezialeinheit «Luchs», hier bei einer Demonstration in einem alten Hotel auf dem Bürgenstock. (Bild: (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ))

Das Kantonsgericht Schwyz spricht in einem Gerichtsbeschluss vom 22. März 2011 Klartext: Es kritisiert die «überlange Verfahrensdauer» und Fehler bei der Untersuchung zum Einsatz der Polizei-Sondereinheit Luchs im Sommer 2005 in Arth. Damals hatten Luzerner Polizisten irrtümlicherweise zwei junge Männer festgenommen. Diese klagten die Polizisten daraufhin an. Ein Urteil steht noch immer aus.

Das Gericht moniert folgende drei Punkte: Erstens sei ein wichtiger Zeuge nicht befragt worden, zweitens seien Fotos nicht zu den Akten genommen worden, und drittens habe man die Opfer-Ärzte erst nach Jahren befragt. Das Gericht benutzt in seinem Beschluss Wörter wie «nicht nachvollziehbar» und «unverständlich». Die Kritik richtet sich an die Schwyzer Staatsanwaltschaft (bis am 31. Dezember 2010 das Schwyzer Verhöramt).

Jérôme Martinu

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzener Zeitung und ihren Regionalausgaben.