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LUFTQUALITÄT: Schadstoff-Grenzwerte zu oft überschritten

Bei der Luftqualität in der Zentralschweiz hat es 2009 nur geringe Veränderungen gegenüber dem Vorjahr gegeben. Bei den Messungen wurden keine Spitzenbelastungen festgestellt.

2009 kam es in der Zentralschweiz zwar zu keinen Spitzenbelastungen der Luft, aber die Grenzwerte für die Luftschad­stoffe Ozon (O3), Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2) wurden zu oft überschritten. Dies teilten die Zentral­schweizer Umweltdirektionen am Mittwoch mit.

Im Überblick sehen die Werte der Luftschadstoffe in der Zentralschweiz wie folgt aus:

  • Feinstaub (PM10): Die Jahresmittelwerte für Feinstaub lagen in der Zentralschweiz im Bereich des Grenzwertes von 20 µg/m3 oder darüber. Gegenüber dem Jahr 2008 haben die Jahresmittelwerte damit leicht zugenommen. Überschreitungen des Jahresmittelgrenzwertes wurden hauptsächlich an stark befahrenen Strassen und in dicht besiedelten Gebieten wie in der Stadt Luzern registriert. Der Tagesmittelgrenzwert von 50 µg/m3, der nach Luftreinhalte-Verordnung nur einmal pro Jahr überschritten werden dürfte, wurde an allen Stationen des «in-LUFT»-Messnetzes überschritten. Die Zahl der Überschreitungen lag je nach Station zwischen 7 und 18. Die Anzahl der Überschreitungen sowie die maximalen Tagesmittelwerte haben im Vergleich zum Vorjahr tendenziell abgenommen.
  • Stickstoffdioxid (NO2): Der Jahresmittelgrenzwert für NO2 (30 ?g/m3) wurde entlang wichtiger Verkehrsachsen und in grossen Ballungsgebieten überschritten. Auch geringfügige Überschreitungen des Tagesmittelgrenzwertes von 80 ?g/m3 traten an solchen Standorten vereinzelt auf. An den übri-gen Standorten abseits stark befahrener Strassen lag die NO2-Belastung deutlich unterhalb der Grenzwerte. Wie beim Feinstaub traten die höchsten Belastungen zu Jahresbeginn während winterlichen Wetterverhältnissen auf. Im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem bei den Maximalwerten eine Zunahme zu verzeichnen.
  • Ozon (O3): Zwischen März und September wurden an allen Stationen des «in-LUFT»-Messnetzes hohe, aber keine Spitzenbelastungen registriert. Am häufigsten wurde der Stundenmittel-Grenzwert von 120 ?g/m3 bei der Messstation Rigi-Seebodenalp überschritten, nämlich während 454 Stunden, verteilt auf 56 Tage. Die geringste Ozonbelastung wies Luzern auf. Der Grenzwert wurde an 22 Tagen insgesamt während 50 Stunden überschritten. Bei den übrigen Messstationen lag die Zahl der Überschreitungen im Bereich von 92 bis 198, verteilt auf 18 bis 42 Tage. Mit Ausnahme der Jahre 2006 und 2003 mit Spitzenbelastungen liegen die Ozonwerte schon mehrere Jahre auf einem vergleichbaren Niveau. Jährliche Schwankungen sind zumeist wetterbedingt.

Die Langzeitwerte (Jahresmittelwerte), die seit Jahren über den gesetzlichen Grenzwerten liegen, zeigen gemäss Mitteilung der Zentralschweizer Umweltdirektoren einen weiteren Handlungsbedarf bei der Reduktion der Luftschadstoffe auf. Deshalb wollen die Zentralschweizer Kantone die Luftqualität deutlich verbessern und haben gemeinsam verschiedene Massnahmen des «Massnahmenplans Luftreinhaltung» beschlossen.

So werden die Luftschadstoffe reduziert
Inzwischen sind diverse Massnahmen umgesetzt: z.B. Emissionsbeschränkungen auf Baustellen, Kontrolle kleiner Holzfeuerungen, Emissionsminderung beim öffentlichen Verkehr, Verbot für die Verbrennung von Wald-, Feld- und Gartenabfällen, Partikelfilterpflicht für dieselbetriebene Fahrzeuge, Maschinen und Geräte im ortsfesten Einsatz. Emissionsminderungen in den Bereichen Verkehr (z.B. Ökologisierung der Motorfahrzeugsteuer, saubere Fahrzeuge in den kantonalen Verwaltungen, Emissionsreduktion in der Berufsschifffahrt) der Landwirtschaft (Reduktion der Ammoniakbelastungen) und im Bereich Energie (Erhöhung der Energieeffizienz in den kantonalen Liegenschaften) sind in Bearbeitung.

zim

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