LUFTRAUM: Ein festgelegter Luftraum für Drohnen

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) plant für nächstes Jahr Anpassungen an der Schweizer Luftraumstruktur. Davon betroffen ist auch die Zentralschweiz.

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Soldat Lukas Flück bereitet auf dem Flugplatz Emmen eine Drohne vor. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Soldat Lukas Flück bereitet auf dem Flugplatz Emmen eine Drohne vor. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) überprüft jährlich die Luftraumstruktur in der Schweiz. Jeweils im Frühling wird der Luftraum für das laufende Jahr in Kraft gesetzt, teilt das Bundesamt mit. Nun führt es eine Konsultation zu den vorgesehenen Änderungen durch und informiert die betroffenen Kantone über die Anpassungen.

Damit die Luftwafffe ferngesteuerte Drohnen einsetzen kann, soll es eine Änderung im Luftraum über der Zentralschweiz geben. Weil Drohnen andere Fluggeräte schlecht entdecken und eingeschränkt ausweichen können, operieren Drohnen oft in abgetrennten Lufträumen.

Gebiet zwischen Luzern, Meggen und Cham
Um ihre Trainingsflüge mit den Drohnen vom Militärflugplatz Emmen aus flexibler durchführen zu können, hat die Luftwaffe nun laut Bazl beantragt, das in den letzten zwei Jahren temporär eingerichtete Gebiet permanent festzulegen. Diese Zone schliesst direkt östlich an die Kontrollzone des Flugplatzes Emmen an und erstreckt sich über ein Gebiet zwischen Luzern, Meggen sowie Cham. Die Zone soll lediglich während den Einsatzzeiten der Drohnen (rund 300 Stunden pro Jahr) aktiv sein.

Um Einschränkungen für die zivile Luftfahrt möglichst zu vermeiden, ist vorgesehen, die Zone durch die Flugsicherung Emmen zu bewirtschaften. Durchflüge von zivilen Flugzeugen bleiben mit einer Bewilligung durch die Flugsicherung möglich.

ana