LUFTWAFFE: Überschallknall: In der Zentralschweiz zittern die Fenster

Ein Einsatz der Schweizer Luftwaffe hat am Donnerstag über weiten Gebieten unserer Region zu einem Knall geführt. Ein F/A-18-Kampfjet hat auf einer Höhe von 12'000 Metern über Meer die Schallmauer durchbrochen.

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Zwei F/A-18-Kampfjet im Einsatz (Symbolbild). (Bild: Pius Amrein)

Zwei F/A-18-Kampfjet im Einsatz (Symbolbild). (Bild: Pius Amrein)

Der Knall ereignete sich laut einer Luftwaffensprecherin am Donnerstagmorgen zwischen 10 und 10.15 Uhr während eines Trainingsfluges. Zwei F/A-18- und drei Tiger-Kampfjets flogen auf einer Höhe von über 12'000 Metern über Meer. Dabei durchbrach ein Jet die Schallmauer.

Bislang seien wegen des Überschallknalls bei der Luftwaffe keine Reaktionen aus der Bevölkerung eingegangen. Schäden sind keine bekannt. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr. Der Knall war auch im Wallis hörbar.

In der Schweiz fliegen Militärjets pro Jahr rund 160 Überschallflüge. Der Überschallknall ist kein einmaliges Ereignis, das beim Durchstossen der Schallmauer auftritt. Es handelt sich vielmehr um den Lärmteppich, den ein Jet wie ein Kegel hinter sich her schleppt, sobald er schneller als der Schall unterwegs ist.

Dort, wo dieser so genannte Machsche Kegel den Erdboden streift, hört der Beobachter den gesamten eintreffenden Fluglärm für den Bruchteil einer Sekunde als Knall. Personen, die sich weiter entfernt befinden, hören das Geräusch entsprechend später. Der Lärmkegel kann je nach Wetterbedingungen bis zu 35 Kilometer links und rechts der Flugroute hörbar sein.

rem/sda