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LUGA: Was unsere Leser lesen wollen

Was mögen die Leserinnen und Leser an unserer Zeitung, und was ärgert sie? Unsere stellvertretende Chefredaktorin und Leiterin regionaler Ressorts, Flurina Valsecchi, hat sich an der Luga umgehört.
Flurina Valsecchi
Flurina Valsecchi, stellvertretende Chefredaktorin, im Gespräch mit Leser Armin Kaspar aus Meggen. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 2. Mai 2018))

Flurina Valsecchi, stellvertretende Chefredaktorin, im Gespräch mit Leser Armin Kaspar aus Meggen. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 2. Mai 2018))

«Was will denn der Leser eigentlich lesen?», das frage ich mich jeden Tag von Neuem. Nämlich dann, wenn an unserem Redaktionstisch heftig diskutiert wird: Auf welches Thema wollen wir setzen? Welche Ereignisse sind für unsere Leserschaft relevant? Und welche Geschichten berühren? Besonders als Forumszeitung, wie die Luzerner Zeitung eine ist, machen die Journalisten jeden Tag den Spagat, um für alle im Publikum ein spannendes Angebot zu präsentieren – für Stadt und Land, für Jung und Alt und für Frau und Mann aus allen möglichen Bildungsschichten.

Die Luga ist deshalb für mich jedes Jahr ein idealer Ort, um dieser Kernfrage auf die Spur zu gehen. Am Mittwochnachmittag habe ich am Stand der Luzerner Zeitung Fragen von Besuchern beantwortet.

Schnell wird klar, viele Besucher wünschen sich mehr Berichte direkt über ihren eigenen Wohnort. «Es gibt so viele Aktivitäten in unserer Region, und doch werden wir nur selten erwähnt», moniert ein Leser aus dem Entlebuch. Ein Mann aus Lungern wünscht sich Berichte von ennet der Kantonsgrenze aus dem Haslital. «Spart doch lieber beim Platz für die Kulturberichterstattung!», findet ein Leser. Und eine Besucherin betont: «Schreibt weniger über Trump, dafür mehr über Wolhusen!» Ich versichere, dass wir uns um eine möglichst breite regionale Berichterstattung bemühen. Meine Argumentation, dass wir dennoch nicht jeden Tag aus jedem Dorf berichten könnten, leuchtet zwar jedem Leser ein, und trotzdem wünscht man es sich so.

Schon seit 40 Jahren ein LZ-Abonnement

Kennengelernt habe ich viele treue Leser unserer Zeitung. Dass man schon seit gut 40 Jahren ein Abonnement hat, war keine Seltenheit. Manche haben ihren Besuch an unserem Stand sogar im Vorfeld via Mail angekündigt, andere sind am gleichen Tag sogar zwei Mal vorbeigekommen. Einer hat eine ganze Liste mit Themen mitgebracht, die er gerne mit mir besprochen haben möchte. Ich notiere mir fleissig Hinweise in mein Heft; zum Beispiel, dass wir mehr eingesandte Bilder aus der Leserschaft abdrucken sollten.

Die Kritik fällt denn auch immer sehr differenziert aus: Zwei Frauen stellten sich als regelmässige Leserinnen unseres wöchentlichen regionalen Rezepts vor. Doch störten sie sich vergangenen Dienstag an der Meringue mit Erdbeeren. «Die Rubrik heisst ja ‹Iheimischi Chuchi›, doch gibt’s bei uns jetzt noch gar keine einheimischen Erdbeeren.»

Da waren Paare, die sich beim Lesen nicht mehr in die Quere kommen, weil er das iPad nimmt, und sie das Papier. Oder wo sie «jeden Tag jede Zeile liest». Und er sich einzig auf den Rabenau konzentriert. Ein Rentner nimmt unsere Zeitung jeden Morgen um fünf Uhr aus dem Briefkasten. Da ist es ärgerlich, wenn der Verträger mal Verspätung hat.

Ein Besucher wies mich darauf hin, dass just neben der Hundewiese am Churchill-Quai in der Stadt Luzern ein Spielplatz für Kinder entstehe. «Das ist doch gefährlich für die Kleinen!» Und der Glacé-Verkäufer vom Stand nebenan erzählt mir, dass er als Erster sein Eis per Post an die Kunden verschicke. Heute Morgen an unserer Redaktionssitzung werde ich meinen Kollegen davon erzählen. Das könnte doch unsere Leserinnen und Leser interessieren? Finden Sie nicht auch?

Flurina Valsecchi

flurina.valsecchi@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Morgen Freitag steht unser Chefredaktor Jérôme Martinu von 14 bis 16 Uhr an der Luga Rede und Antwort.

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