LUKAS STÖCKLI: Er sieht die Zentralschweiz als Bikeland

Ein Dorado für Biker soll die Zentralschweiz werden. Das schwebt Lukas Stöckli vor. Der Stanser Extrembiker hat schon einiges dafür getan.

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Der Stanser Extrembiker Lukas Stöckli nach seinem Projekt «Gipfelsturm» im Juli 2007. (Bild Geri Wyss/Neue NZ)

Der Stanser Extrembiker Lukas Stöckli nach seinem Projekt «Gipfelsturm» im Juli 2007. (Bild Geri Wyss/Neue NZ)

Gipfelstürmer Lukas Stöckli hat wieder Grosses vor. Diesmal will er aber nicht irgendeine scheinbar unmögliche Tour biken und seine Grenzen ausloten. Jetzt möchte er den Bikern ein besonders apartes und vielfältiges Gebiet schmackhaft machen: die Zentralschweiz.

Bikegebiete für Familien und Freerider
«Wenn man mit Regionen wie Graubünden oder Tessin vergleicht, wird die Zentralschweiz viel zu wenig als Bikeregion vermarktet», sagt Lukas Stöckli. «Nidwalden ist in diesem Bereich noch nirgends.» In Obwalden sei es etwas besser. «Dort gibt es zum Beispiel die O-Tour.»

Vielen einheimischen Bikern ist schon lange klar: Die Zentralschweiz ist landschaftlich äusserst reizvoll und bietet sich wegen der abwechslungsreichen Topografie für alle Arten des Bikens an. Stöckli: «Familien finden hier ebenso geeignete Strecken wie Freerider.» Die Region anerbiete sich dank vielen Bergbahnen auch für Bikesafaris über weite Distanzen.

Zahlungskräftige Biker anlocken
«Für Wanderer besteht in der Zentralschweiz ein gewaltiges Angebot», sagt Lukas Stöckli. «Für Biker hingegen kann noch viel gemacht werden. Davon würde die ganze Region profitieren.» Denn: Das Biken werde immer beliebter. Und der Biker sei zahlungskräftig.

Stöckli hat für seine Idee einer Mountain-Bikeregion Zentralschweiz ein Kernteam mit sechs weiteren Personen aus Ob- und Nidwalden um sich geschart: die Gruppe «MTB Zentralschweiz». Erst einmal will die Gruppe die Region Unterwalden bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt machen.

Die Gruppe möchte erreichen, dass die Zentralschweiz künftig mit einheitlich signalisierten, kantonsübergreifenden Bikerouten lockt. Eine weitere Vision Stöcklis: «Der Biker löst ein Billett, mit dem er alle Bergbahnen benutzen kann.»

Drei Mustergemeinden als Basis
Bisher hat «MTB Zentralschweiz» auf eigene Kosten gearbeitet. Nun ist ein Ausmass erreicht, wo es ohne finanzielle Unterstützung nicht mehr geht. Deshalb sucht die Gruppe Sponsoren. Und sie klopft auch bei den Kantonen Ob- und Nidwalden an.

In drei Gemeinden will Lukas Stöckli exemplarisch zeigen, was die Zentralschweiz den Bikern alles bieten kann: Emmetten, Seelisberg und Giswil. Dank den Mustergemeinden hofft Stöckli, dass auch andere Gemeinden die Initiative ergreifen.

«Die Umsetzung der Bikeregion Zentralschweiz liegt letztlich bei den Gemeinden. Wir bieten Ihnen die Basis dazu», sagt Stöckli.

Geri Wyss

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Ob- und der Neuen Nidwaldner Zeitung.