LUZERN: Böse Folgen nach dem Rausch

Die Zahl der Infektionen durch Geschlechtsverkehr nimmt zu. Schuld ist unter anderem der Alkohol, der die Hemmungen fallen lässt.

Rahel Schnüriger
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Mit solchen Flyern gelangt die Aidshilfe an Clubbesucher. (Bild: PD)

Mit solchen Flyern gelangt die Aidshilfe an Clubbesucher. (Bild: PD)

Sehr oft, wenn die Aids-Hilfe Luzern jemanden wegen ungeschütztem Geschlechtsverkehr berät, war beim Sex Alkohol im Spiel. Das stellt Geschäftsführerin Marlies Michel fest. Neben dem Risiko einer Schwangerschaft und HIV geht aber eine weitere Gefahr oft vergessen: «Die Möglichkeit, dass sich jemand mit einer sexuell übertragbaren Infektion ansteckt, hat deutlich zugenommen», sagt Marlies Michel. Diese Infekte würden unterschätzt, und die Leute wüssten wenig darüber. Bei Jungen sei beispielsweise der Chlamydien-Infekt verbreitet, der im Extremfall zu Unfruchtbarkeit führen kann. Auch komme es im Ausgang oft zu Oralverkehr, was insbesondere bei Frauen vermehrt Infekte im Halsbereich auslösen könne. «Das sind alarmierende Zeichen», sagt Marlies Michel.

Kampagne in Clubs gestartet

Die Aids-Hilfe hat nun in Zusammenarbeit mit Akzent Prävention und Suchttherapie die Kampagne «Frühlingsgefühle» lanciert, um vor den Gefahren von ungeschütztem Sex zu warnen. Dabei werden Flyer und Plakate direkt in Luzerner Clubs aufgelegt.

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