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LUZERN: Die besten Jasser der Zentralschweiz

Zum neunten Mal fand im «Stadtkeller» der Final der Zentralschweizer Jass­meisterschaft statt. Speziell: Die zwei Bestklassierten hatten sich gar nicht qualifiziert.
Das sind die drei Erstplatzierten der Zentralschweizer Jassmeisterschaft (von links): Beat Betschart (51), Lisbeth Burri (60) und Toni Hodel (50). (Bild Jakob Ineichen)

Das sind die drei Erstplatzierten der Zentralschweizer Jassmeisterschaft (von links): Beat Betschart (51), Lisbeth Burri (60) und Toni Hodel (50). (Bild Jakob Ineichen)

«Die Stimmung ist angespannt, man merkt, dass es um etwas geht.» Der Krienser Ernst Marti, unvergessen als TV-Experte beim Samschtig- und Donnschtigjass, war auch am Montag wieder verantwortlich für den Wettkampfbetrieb im «Stadtkeller». Zum neunten Mal fand hier der Final der Zentralschweizer Jassmeisterschaft statt – organisiert von der «Neuen Luzerner Zeitung» und ihren Regionalausgaben. Während mehr als drei Stunden massen sich 172 Jasser im Schieber ohne Wyys. Zu viert sassen sie jeweils an den Tischen, vier Passen zu zwölf Spielen wurden absolviert, wobei für jede Passe ein neuer Partner zugelost worden war.

Der Beste war Beat Betschart aus Muotathal. 4348 Punkte hatte er am Ende auf seinem Konto. «Es ist schön, auch einmal zu gewinnen», kommentierte er seinen Triumph. Und schmunzelnd merkte er an: «Eigentlich wäre ich gar nicht qualifiziert gewesen, ich bin für jemanden eingesprungen, der nicht mitmachen wollte.» Auf ihn und eine Person seiner Wahl wartet nun ein siebentägiger Luxus-Wellnessaufenthalt im Solbadhotel Sigriswil im Wert von 3000 Franken. Der 51-jährige Spediteur einer Möbelfirma bezeichnet Jassen als Hobby, als zweite Leidenschaft neben dem Züchten der Kaninchenrasse Belgischer Riese.

Das sind die drei Erstplatzierten der Zentralschweizer Jassmeisterschaft (von links): Beat Betschart (51), Lisbeth Burri (60) und Toni Hodel (50). (Bild: Jakob Ineichen)
172 Jasserinnen und Jasser qualifizierten sich für den Final am 7. Dezember. (Bild: Jakob Ineichen)
Zum neunten Mal fand der Final der Zentralschweizer Jassmeisterschaft im Luzerner Stadtkeller statt. (Bild: Jakob Ineichen)
Während mehr als drei Stunden massen sich 172 Jasser im Schieber ohne Wyss. (Bild: Jakob Ineichen)
Zu viert sassen sie jeweils an den Tischen (Bild: Jakob Ineichen)
Vier Passen zu zwölf Spielen wurden absolviert, ... (Bild: Jakob Ineichen)
... wobei für jede Passe ein neuer Partner zugelost worden war. (Bild: Jakob Ineichen)
Viele Geschenke warten auf die Gewinnerinnen und Gewinner. (Bild: Jakob Ineichen)
92 Personen nahmen an der 14. Vorausscheidung im «Böschhof» in Hünenberg teil (28. November). (Bild: Claudia Surek)
Machten aus Freude am Jassen in Hünenberg mit: Viktoria Huser und Arthur Lötscher. (Bild: Claudia Surek)
Finalisten aus Hünenberg: Ingrid Neuhaus, Yvonne Isabel und Hanspeter Huber. (Bild: Claudia Surek)
Freut sich auf die Fahrt auf das Ristis: Walter Hürlimann (rechts) mit Ernst Marti. (Bild: Claudia Surek)
Wie im Vorjahr nahmen an der Vorausscheidung im «Hirschen» in Sursee 131 Personen teil (26. Oktober). (Bild: Claudia Surek)
Theddy Schmid spielt am liebsten «Sidi Barrami». (Bild: Claudia Surek)
Leidenschaftliches Jass-Trio mit Trix Krummenacher, Anita und Anita Küttel (von links). (Bild: Claudia Surek)
Erjassten im «Hirschen» den ersten bis dritten Platz: Monique Büchler, Willy Albisser und Heidi Mann (von links). (Bild: Claudia Surek)
Gewann Billette der Brunni-Bahnen: Josef Odermatt. (Bild: Claudia Surek)
Die 11. Vorausscheidung zur 9. Zentralschweizer Jassmeisterschaft war in Hochdorf sehr gut besucht (19. November). (Bild: Claudia Surek)
Fredy Müller (Mitte) erreichte den ersten, Arthur Fassbind den zweiten und Ruedi Zurbrügg (links) den dritten Platz. (Bild: Claudia Surek)
Peter Stadelmann erreichte vier Punkte weniger als ... (Bild: Claudia Surek)
... seine 81-jährige Mutter Maria Stadelmann. (Bild: Claudia Surek)
Konzentriert bei der Sache: Jassen an der 10. Vorausscheidung im Restaurant Ochsen in Luzern-Littau (11. November). (Bild: Claudia Surek)
Leidenschaftlicher Läufer und Hobby-Jasser: Kaspar Scheiber. (Bild: Claudia Surek)
Manfred Gautschi, Marianne Waser und Josef Elmiger kamen auf die ersten Ränge. (Bild: Claudia Surek)
Margrit Bucher freute sich über die Bahnbillette, die ihr Hansjörg Kägi, verantwortlich für die Organisation der Zentralschweizer Jassmeisterschaften, überreichte. (Bild: Claudia Surek)
Restaurant Schnitz und Gwunder Steinhausen (28. Oktober). (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Restaurant Schnitz und Gwunder Steinhausen (28. Oktober). (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Restaurant Schnitz und Gwunder Steinhausen (28. Oktober). (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Restaurant Bahnhöfli, Entlebuch (22. Oktober). (Bild: Claudia Surek)
Das Jassteam mit Bethli Portmann, Therry Stöckli, Hansjörg Kägi, Ernst Marti, Alfred Zurkirchen und Karl Portmann. (Bild: Claudia Surek)
Erzielten die höchsten Punktezahlen in Entlebuch: Josef Thalmann, Rosmarie Bieri und Werner Hofstetter. (Bild: Claudia Surek)
Alice Scheibert konzentriert beim Jassen im Restaurant Wichlern in Kriens. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Konzentriert wurde im MythenForum Schwyz um Punkte gejasst (31. Oktober). (Bild: Ernst Immoos / Bote der Urschweiz)
Niklaus Wenk siegte vor Albin Elsener (links) und Rita Imhof (31. Oktober). (Bild: Ernst Immoos / Bote der Urschweiz)
Mit bald 90 Jahren war Judith Kühn-Baggenstos die älteste Jasserin. Hier mit dem Wettkampfleiter Beat Kornfellner (31. Oktober). (Bild: Ernst Immoos / Bote der Urschweiz)
206 Jasserinnen und Jasser traten an. Das ist Rekord (31. Oktober). (Bild: Ernst Immoos / Bote der Urschweiz)
Die «Bote»-Jassmeisterschaft kann sich über immer mehr Spielerinnen und Spieler freuen (31. Oktober). (Bild: Ernst Immoos / Bote der Urschweiz)
Für Spannung war am Samstag im MythenForum Schwyz gesorgt (31. Oktober). (Bild: Ernst Immoos / Bote der Urschweiz)
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9. Zentralschweizer Jassmeisterschaft

«Gute Karten, guter Partner, Glück»

Auf Platz zwei landete Lisbeth Burri (60) aus Giswil mit 4294 Punkten. Als Frau an diesem Abend einer Minderheit angehörend, hatte sie nicht mit diesem Erfolg gerechnet. Kurioserweise hatte sie sich wie Sieger Betschart nicht durch eigene Kraft für diesen Final qualifiziert, sondern profitierte ebenfalls von einem Verzicht. Welche Dinge müssen stimmen, um sich aufs Podest zu klopfen? «Gute Karten, Glück und gute Partner, die nicht alles verdummen», antwortete Burri und lachte. «Überwältigt» von seinem dritten Platz war derweil Toni Hodel (50) aus Eschenbach mit 4272 Punkten. Gleich bei seiner ersten Finalteilnahme landete er damit auf dem Podest. «Die Karten haben einfach gepasst, das war entscheidend. Denn Jassen kann hier jeder», hielt er fest. Ebenso wie Lisbeth Burri darf er nun einen Laptop im Wert von 900 Franken sein Eigen nennen.

Schieber ist weiterhin Trumpf

Die Gesamtpreissumme belief sich auf 26 500 Franken, wovon 9500 Franken für die Vorausscheidungen eingesetzt wurden. Insgesamt hatten 1793 Jasser um den Finaleinzug gekämpft, am besten besucht war die Vorausscheidung im «Ochsen» in Littau mit 165 Jassern. «Die Leute jassen in den Restaurants tendenziell wieder etwas mehr, am beliebtesten ist weiterhin der Schieber. Zu Hause wird derweil oft mit Eigenkreationen gespielt, mit Schieber-Coiffeur-Kombinationen in vielen Varianten», berichtete Ernst Marti. Bleibt nur noch eine Frage an den Jass-Schiedsrichter: Ging an diesem Finalabend alles mit rechten Dingen zu und her? «Ich habe nichts anderes festgestellt. Betrügen macht ohnehin keinen Sinn. Einer meiner Leitsätze lautet: Nur ehrliches Jassen erfreut das Herz.»

Stephan Santschi

HINWEIS: Die Rangliste des Finals »

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