LUZERN: Luzerner und Schwyzer für Heldentaten geehrt

Sie haben Grossartiges geleistet und im entscheidenden Moment genau richtig reagiert: Jetzt sind zwei Luzerner und Schwyzer für ihre Taten ausgezeichnet worden.

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Das Auto stand schnell in Vollbrand. (Bild: Kapo SZ)

Das Auto stand schnell in Vollbrand. (Bild: Kapo SZ)

Die Carnegie-Stiftung für Lebensretter hat am Freitag in Bern unter anderem vier Personen aus St. Erhard und Schwyz ausgezeichnet, die unter Gefährdung ihrer Gesundheit oder ihres Lebens, andere Menschen gerettet haben.

Im Wohnzimmer eines Einfamilienhaus in St. Erhard gerät am Abend des 3. Januar 2014 ein Christbaum in Brand. Das Feuer greift auf die Polstergruppe über. Die überraschte Hausbewohnerin eilt zu den Nachbarn. Von hier kommt spontan Hilfe. Margrit und Sonja Marrer eilen herbei. Vom Obergeschoss kommt ihnen dichter Rauch entgegen. Sie erbitten nasse Tücher, mit denen sie sich das Gesicht schützen. Den Nachbarn, ein älterer Mann, sehen sie nicht. Deshalb rufen sie ihm zu. Eine Stimme kommt ihnen entgegen, wonach alles in Ordnung sei. Dann stellen die beiden Frauen fest, dass der Mann am Boden liegt. Sie überreden ihn, sich abzudrehen, so dass sie ihn, schwer gezeichnet, an den Beinen die Treppe hinunterziehen und ins Freie bringen können. Inzwischen stehen über 60 Feuerwehrleute im Einsatz. Dessen Kommandant stellte fest, dass die beiden Retterinnen äusserst mutig handelten und der Renter sein Leben wohl nur ihnen zu verdanken hätte.

Das Auto stand schnell in Vollbrand. (Bild: Kapo SZ)

Das Auto stand schnell in Vollbrand. (Bild: Kapo SZ)

12. Juni 2013: Nach einem Zusammenprall mit der Stützmauer an der Wägitalstrasse zwischen Siebnen und Vorderthal überschlägt sich das Auto eines Lenkers, kommt auf dem Dach liegend zum Stillstand und fängt Feuer. Korinna Müller fährt an die Unfallstelle heran und hält Ausschau. Sie bemerkt, dass der Lenker im Bereich der Rückbank liegt und dass seine Füsse im Lenkrad gefesselt sind. Zunächst alarmiert sie die Polizei. Inzwischen fährt ein Radfahrer, Reto Neuhaus, herbei. Er alarmiert die Feuerwehr.

Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. (Bild: Kapo SZ)

Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. (Bild: Kapo SZ)

Weil aus dem Bereich des Lenkrads Rauch aufsteigt, warten die beiden Retter nicht die Hilfskräfte ab, sondern bergen das Opfer aus der hinteren linken Türtalwärts in Sicherheit. Gerade rechtzeitig, denn jetzt steht das Auto in Flammen. Korinna Müller und Reto Neuhaus wurden von der Aktion Ritter der Strasse am 13. November 2013 in Thun zu Rittern geschlagen.

pd/rem

Zwei Frauen retteten einen Rentner aus diesem Haus. (Bild: Thomas Heer)

Zwei Frauen retteten einen Rentner aus diesem Haus. (Bild: Thomas Heer)