LUZERN: Neue KVA für die Zentralschweiz ist geplant

Für zirka 300 Millionen soll Luzern eine neue Kehrichtverbrennungs­anlage (KVA) erhalten. Daran zahlen soll die ganze Zentralschweiz.

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In der neuen Kehrichtverbrennungs-Anlage in Perlen soll noch mehr Müll in die Verbrennungs-Anlage gebaggert werden. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

In der neuen Kehrichtverbrennungs-Anlage in Perlen soll noch mehr Müll in die Verbrennungs-Anlage gebaggert werden. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

«Die KVA Luzern im Ibach ist in die Jahre gekommen», sagt Jürg Meyer. Der Direktor des Gemeindeverbandes für Kehrichtbeseitigung Region Luzern (GKLU) gibt der  1971 erbauten Anlage nur noch eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren.

Der GKLU favorisiert den Bau einer neuen KVA in Perlen. Unter anderem aus zwei Gründen: Zum einen wäre eine Sanierung der bestehenden KVA laut Meyer «unwirtschaftlich», und zum andern könnte die Papierfabrik Perlen die Abwärme der neuen KVA nutzen. Die Kosten für eine KVA in Perlen würden laut Meyer «grob geschätzte 300 Millionen Franken» betragen. Daran zahlen sollen alle Zentralschweizer Abfallverbände, da das Projekt laut Meyer nur Sinn mache, wenn die neue KVA von allen Zentralschweizer Abfallverbänden mitgetragen würde.

Die Zentralschweizer Abfallverbände, die ihren Abfall heute nach Oftringen (Ob-, Nidwalden), Horgen (Uri, Zug), Winterthur (Zug) und Niederurnen (Schwyz) liefern, haben laut Meyer bereits «grosses Interesse» an einer KVA in Perlen signalisiert. Bereits 2015 könnte die neue KVA in Betrieb genommen werden.

Benno Mattli