LUZERN: Zentralschweizer Arbeitsmarkt wächst am stärksten

Die Beschäftigung hat in der Schweiz zum Jahresbeginn erneut stark zugelegt. Im ersten Quartal nahm die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf 4,1 Millionen Personen zu. Die Zentralschweiz liegt dabei an der Spitze.

sda/Nop
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Der Zentralschweizer Arbeitsmarkt legt um 4,1 Prozent zu. (Symbolbild Neue LZ)

Der Zentralschweizer Arbeitsmarkt legt um 4,1 Prozent zu. (Symbolbild Neue LZ)

Das Plus ist dem Dienstleistungssektor zu verdanken, wie aus der neuesten Beschäftigungsstatik (Besta) hervorgeht, die das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag veröffentlicht hat. Im Dienstleistungssektor nahm die Zahl der Beschäftigten um 84'000 auf 3,125 Millionen zu. Das ist ein Anstieg von 2,8 Prozent im
Vergleich zum ersten Quartal 2012.

Am meisten neue Beschäftigte fanden eine Arbeit im Gesundheits- und Sozialwesen (+23'000) sowie im Erziehungswesen (+12'000). Kräftige Anstiege wiesen auch die Informationsbranche (+10 Prozent) und die Arbeitskräftevermittler (+9,5 Prozent) aus.

Rückgang in Industrie

Industrie und Gewerbe mussten dagegen leicht Federn lassen. Hier sank die Zahl der Beschäftigten um 4000 auf 1,027 Millionen. Das ist ein Minus von 0,4 Prozent.

Hier verlief die Entwicklung unterschiedlich: Während in der Branche Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren die Zahl der Beschäftigten um 8000 oder 1,3 Prozent sank, stieg sie im Baugewerbe um 5000 oder 1,6 Prozent an.

Die kräftigsten Einbussen gab es bei den Textilien- und Kleiderherstellern (-8,3 Prozent) und beim Fahrzeugbau (-6 Prozent), wie ein Blick in die Detailstatistik zeigt. Steigende Beschäftigungszahlen wiesen neben dem Bau dagegen die Branchen Wasserversorgung/Beseitigung von Umweltverschmutzung (+2,1 Prozent) und die sonstigen Hersteller von Waren aus (+2,6 Prozent).

Alle Landesteile profitieren

Im ersten Quartal nahm die Zahl der Beschäftigten in allen Landesteilen zu. Den stärksten Anstieg gab es in der Zentralschweiz (+4,1 Prozent) und in der Ostschweiz (+2,4 Prozent). Auch in der Genferseeregion (+2,1 Prozent) und im Espace Mittelland (+1,7 Prozent) fiel das Plus deutlich aus.

Auch die Aussichten für die kommenden Monate scheinen nicht schlecht. Zwar hat sich der Indikator der Beschäftigungsaussichten leicht abgeschwächt. Er liegt aber immer noch über der Wachstumsschwelle. Dies spreche dafür, dass die Unternehmen ihren Personalbestand im nächsten Quartal allgemein verstärken oder zumindest halten wollten, schreibt das BFS.