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1. August-Feier erlebt in Hochdorf eine Renaissance – dank Freiwilligen

Dass es im Seetaler Hauptort keinen 1.-August-Anlass mehr gibt, hat eine spezielle Vergangenheit. Doch nun haben sich drei Vereine zusammengerauft – ohne offiziellen Support der Gemeinde.
Ernesto Piazza
Dank ihnen gibt es in Hochdorf dieses Jahr wieder eine 1.-August-Feier. Diese findet auf dem Brauiplatz statt. (Bild: PD)

Dank ihnen gibt es in Hochdorf dieses Jahr wieder eine 1.-August-Feier. Diese findet auf dem Brauiplatz statt. (Bild: PD)

Nach einer mehrjährigen Abstinenz erhält Hochdorf wieder eine 1.-August-Feier: Eine sogenannte «Schwizer Fiir». Verantwortlich dafür sind die Vereine Blauring, Jungwacht und CVP. Sie haben sich zu einer Kooperation zusammengefunden. Am 31. Juli, also am Vorabend des Nationalfeiertages, organisieren sie gemeinsam «einen gemütlichen Anlass auf dem Brauiplatz», so die Verantwortlichen. «In Hochdorf soll der Geburtstag der Schweizer Eidgenossenschaft würdig begangen werden», sagt CVP-Gemeinderat Daniel Rüttimann. Dieser Aspekt sei ihm privat wie auch als Ressortverantwortlicher Soziales gesellschaftlich sehr wichtig.

Die Aufregung war damals gross, als in Hochdorf im Jahre 2012 die 1.-August-Feier vom Programm genommen wurde. Das Streichen des langjährigen Anlasses resultierte aus dem Spardruck der Kommune. Rüttimann – er war damals bereits Exekutivmitglied – erinnert sich: «Der Verzicht hatte sogar für ein nationales mediales Echo gesorgt.» Bei der sogenannten «Bratwurst-Geschichte» entschied die Hochdorfer Exekutive damals, die Gratis-Wurst nicht mehr aus der Gemeindekasse zu bezahlen. Dieser Beschluss sei aber Teil mehrerer Sparmassnahmen gewesen und sei so mitverantwortlich dafür, dass man auch mit vielen kleinen Schritten finanziell viel erreichen könne, erklärt Rüttimann.

Gemeinderat wirkt als Privatperson mit

Der Gemeinderat ist in die Feier nicht involviert. Denn für ihn gelten die gesetzten finanziellen Leitplanken nach wie vor, sagt der CVP-Politiker. Und dies, obwohl Hochdorf mittlerweile finanziell wieder besser unterwegs ist. Rüttimann wirkt bei diesem Anlass als Privatperson und Parteileitungsmitglied mit.

Die Idee eines 1.-August-Anlasses keimte im vergangenen September auf. Damals beging die Jungwacht Hochdorf ihr zehnjähriges Jubiläum. Rüttimann war angetan von diesen Festivitäten. Und so war er zusammen mit CVP-Kantonsrat Adi Nussbaum schnell der Ansicht: «Wir müssen versuchen, für den Nationalfeiertag wieder ein Programm auf die Beine zu stellen.»

Er erwartet einen gut gefüllten Brauiplatz und somit einige hundert Besucher. Für die Kleinen gibt es ab 16.30 Uhr ein von Jungwacht und Blauring gestaltetes Animationsprogramm, für die Grossen ein Jassturnier. Um 18 Uhr startet der eigentliche Festbetrieb. Die Ansprache zum Nationalfeiertag hält der Seetaler FDP-Ständerat Damian Müller. Des Weiteren kommen die Anwesenden in den Genuss eines Auftritts von Alphornbläsern und weiterer Livemusik. Solosängerin Esthi Wildisen ist für die Nationalhymne verantwortlich.

Jugendgruppen winkt ein finanzieller Zustupf

«Die Jugendlichen von Blauring und Jungwacht übernehmen mit einem ‹Programm für alle› viel Verantwortung und gehen mit gutem Beispiel voran», betont Rüttimann. «Die Feier soll zu einem generationenübergreifenden Fest werden», erklärt Jungwacht-OK-Mitglied Sandro Müller. Als die Anfrage zum Mitorganisieren kam, habe man im Leitungsteam die Vor- und Nachteile diskutiert – und zugesagt. «Der Aufwand ist zwar gross», erklärt Müller. Doch er ist überzeugt, dass der Verein damit auch Werbung in eigener Sache betreiben kann.

Finanziell soll der Anlass kein Risiko beinhalten. Man sei bei der Suche nach Sponsoren auf viel Goodwill gestossen, sagt Rüttimann. Und so hofft er, dass den beiden Jugendgruppen bei entsprechend gutem Ergebnis monetär sogar etwas zurückgegeben werden kann. Und sollte die Renaissance in Hochdorf tatsächlich erfolgreich sein, ist laut Rüttimann auch im nächsten Jahr eine 1.-August-Feier möglich.

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