Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

1. AUGUST: Krienser Behörde lässt Geburtstagsparty platzen

Aus Angst vor Lärmklagen sagt die Gemeinde eine Technoparty ab. 2016 wehrte sie sich erfolglos.
Christian Glaus
Szene vom Techno-Open-Air Himmelrich 2016. (Bild: Facebook)

Szene vom Techno-Open-Air Himmelrich 2016. (Bild: Facebook)

Am Dienstag wird der Nationalfeiertag zelebriert. Die Art und Weise, wie Schweizer feiern, unterscheidet sich jedoch stark. So sorgte letztes Jahr eine Party beim Hotel Himmelrich in Kriens für einigen Ärger. Von Mittag bis Mitternacht wurden Teile der Gemeinde mit Technomusik beschallt. Zahlreiche Lärmklagen gingen bei der Polizei ein, selbst aus dem Gebiet Felmis in Horw. Die Veranstalter wurden inzwischen gebüsst (siehe Box).

So etwas soll sich dieses Jahr nicht wiederholen. Bei der Gemeinde ging zwar ein Gesuch für eine Technoparty ein. Die Geburtstagsparty darf jedoch nicht sattfinden. «An Feiertagen werden keine öffentlichen Tanzveranstaltungen bewilligt, welche verstärkt sind und Lärmemissionen erzeugen», sagt Bauvorsteher Matthias Senn. Geplant war ein sogenannter Day Dance von 10 bis 22 Uhr beim Schiessstand Stalden mit zirka 100 Personen.

Handlungsspielraum der Gemeinde begrenzt

Nach der Technoparty im letzten Jahr beim Hotel Himmelrich geriet auch die Gemeinde in die Kritik. Sie hatte zwar früh auf die Lärmproblematik hingewiesen, es gelang ihr aber nicht, die Veranstaltung zu verhindern. Ihre Einflussmöglichkeiten waren dabei beschränkt. Da die Party bei einem Gastrobetrieb stattfand, musste der Veranstalter keine Bewilligung einholen. Anders bei der geplanten Party beim Schiessstand Stalden: Weil es sich um öffentlichen Grund handelt, musste ein Gesuch gestellt werden.

Nach dem Vorfall beim Hotel Himmelrich kündigte Senn an, ein Party-Verbot zu prüfen (wir berichteten): «Wir wollen mit der Polizei klären, wie ähnliche Fälle gehandhabt werden. Es sollte ja möglich sein, einen Anlass verbieten zu können.»

Mit der Polizei hätten Gespräche stattgefunden, bestätigt Senn. Dabei zeigte sich aber, dass die Umsetzung des Verbots schwieriger ist, als er angenommen hatte: «Es ist nicht möglich, eine Veranstaltung in einem Restaurant zu verbieten, wenn es nicht klare Hinweise auf Gesetzesverstösse gibt», sagt Senn. Es bleibe nur die Möglichkeit, Veranstalter darauf hinzuweisen, dass die Nachbarschaft gemäss Gesetz nicht erheblich gestört werden dürfe. Wie wirksam ein solcher Hinweis ist, ist unklar. Senn: «Auch im Fall Himmelrich wurde der Veranstalter von der Polizei auf die gesetzliche Regelung hingewiesen, jedoch ohne Erfolg.»

Christian Glaus

christian.glaus@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.