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100 Eisflocken schweben über den Gletschertöpfen in Luzern

Eine Kunstinstallation im Gletschergarten Luzern soll an den Ursprung des Eises erinnern und gleichzeitig in die Zukunft weisen.
Hugo Bischof
Der Künstler Micha Aregger beim Aufhängen der schwebenden Eisflocken unter dem Zeltdach des Gletschergartens. (Bilder: Boris Bürgisser, 3. September 2019).

Der Künstler Micha Aregger beim Aufhängen der schwebenden Eisflocken unter dem Zeltdach des Gletschergartens. (Bilder: Boris Bürgisser, 3. September 2019).

Das Gebiet Löwendenkmal/Gletschergarten in Luzern wird zum Kunst-Hotspot. Mitte August initiierte der WWF vor dem sterbenden Löwen eine Installation mit dem Gezwitscher ausgestorbener Vögel (Ausgabe vom 15. August). Seit kurzem verkörpert eine weibliche Brust auf dem Löwendenkmal-Kapellendach ein weibliches Gegenbild zum männlich geprägten Denkmal (Ausgabe vom 4. September). Ganz neu gibt's im Gletschergarten nun schwebende Eisflocken zu bestaunen.

«Gletscher haben ihren Ursprung in unterschiedlichsten Schneekristallen, die sich unter Druck zu fliessendem Eis geformt haben», sagt der 43-jährige Künstler Micha Aregger. Daran soll das Kunstprojekt «Eisflocken» erinnern, das Aregger im Gletschergarten realisiert.

75 Schulklassen machten mit

75 Schulklassen aus der Agglomeration Luzern und Institutionen wie das Brändi Sursee machten beim Projekt mit. Sie erhielten vom Künstler je einen Bausatz mit Holzstäben und einer Folienrolle. An die Holzstäbe fügten sie je 100 selbst gesammelte transparente PET-Flaschen. Daraus entstanden die 100 Eisflocken, die nun unter das Zeltdach über den Gletschertöpfen gehängt werden und spezielle Lichteffekte erzeugen. Am 12. September wird der Flockenteppich fertig sein, dann wird die Installation offiziell eröffnet. Der Künstler Micha Aregger betont:

«Alle Mitwirkenden hinterlassen durch Botschaften und Fingerabdrücke persönliche Spuren in den Eisflocken. Ähnlich wie die im Lauf der Zeit freigelegten Gletschertöpfe uns etwas über die Vergangenheit erzählen, sollen diese sinnbildlich die heutige Gegenwart für künftige Generationen abbilden.»

Die Eisflocken bleiben ein Jahr lang im Gletschergarten. Dieser durchlebt zurzeit eine intensive Bauphase; unter anderem wird ein Erlebnisrundgang in den Fels daneben gebohrt. Die Eisflocken bleiben in dieser Zeit ein Blickfang, der zum Nachdenken anregt.

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