11 Gebäude sollen in die neue Hotelzone

Der Luzerner Stadtrat will, dass repräsentative Nobelhotels nicht zu Luxuswohnungen und in Bürokomplexe umgebaut werden. Deshalb schlägt er vor, elf Gebäude speziell zu schützen.

Drucken
Teilen
Auch das Casino, das Hotel Montana und das Hotel Palace (von links) sollen in eine spezielle Tourismuszone eingeteilt werden. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Auch das Casino, das Hotel Montana und das Hotel Palace (von links) sollen in eine spezielle Tourismuszone eingeteilt werden. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Luzern lebt vom Tourismus. Neben rund 8000 Arbeitsplätzen bringt er der Stadt jährlich eine direkte und indirekte Wertschöpfung von etwa einer Milliarde Franken. Vier- und Fünf-Sterne-Hotels sind für die Stadt wichtig. Einerseits prägen sie das Ortsbild massgebend, anderseits decken sie das Angebot für einen wichtigen Teil der Gäste.

Schaffung einer Hotelzone

Doch bei sinkenden Margen steigt die Gefahr, dass Hotels verschwinden. An deren höchst attraktiven Standorten lassen sich mit Eigentumswohnungen höhere Renditen erwirtschaften. So geschehen mit dem Hotel Tivoli und teilweise auch mit dem Hotel National. Diskutiert wurden Umnutzungen auch bei den Hotels Palace, Château Gütsch und Europe.

Aufgeschreckt von dieser Entwicklung, regte die FDP-Fraktion im Stadtparlament die Schaffung einer Hotelzone an, um die Umwandlung von Hotels in Luxuswohnungen zu erschweren. In der am Dienstag veröffentlichten Antwort geht der Stadtrat auf das Anliegen ein und schlägt die Schaffung einer so genannten Hotelzone vor.

11 Gebäude in der neuen Zone

Heute hat die Stadt nur in der Sonderbauzone 2 die Möglichkeit, Zweckentfremdungen von Hotels zu verhindern; darunter fallen die Hotels Hermitage, Seeburg und Gütsch. Alle andern Hotels liegen in Zonen, in denen eine vollständige Zweckentfremdung der Hotelbauten möglich ist. Die nun vom Stadtrat vorgeschlagene Hotelzone betrifft acht Hotels (Hermitage, Seeburg, Gütsch, Europe, Palace, National, Schweizerhof und Montana) sowie auf das Casino, das Schlösschen Utenberg und das Seerestaurant Tivoli.

Mit der Hotelzone kann eine vollständige Umnutzung von rentablen Hotelbetrieben verhindert werden. Eine Wohn- und Arbeitsnutzung kann demnach ausnahmsweise bewilligt werden, wenn sie betriebswirtschaftlich notwendig ist und wenn sie den Tourismuszweck des Betriebes sichert.

Er sei sich bewusst, dass die Hotelzone ordnungspolitisch heikel sei und damit die Rentabilität der betroffenen Hotelbetriebe nicht gewährleistet werde, schreibt der Stadtrat. Er hoffe aber damit zu verhindern, dass funktionsfähige Hotels durch ertragsreichere Nutzungen verdrängt werden.

sda/rem