111 JAHRE VBL: Wie in alten Zeiten: Bus-Fans rattern durch Luzern

550 VBL-Fans wurden gestern mit alten Bussen durch Luzern chauffiert. Eine Gratis-Massage war dabei.

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Nostalgischer Corso in Luzerns Gassen. (Bild Nadia Schärli/NeueLZ)

Nostalgischer Corso in Luzerns Gassen. (Bild Nadia Schärli/NeueLZ)

Die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) haben allen Grund zum Feiern. 111 Kerzen stecken auf ihrem Geburtstagskuchen, deshalb wurde am Samstag im eigenen Depot an der Tribschenstrasse ein Fest veranstaltet. Nur wer sich angemeldet hatte, war dabei. «Auf diese Weise kamen nur die, die wirklich ein Interesse an den VBL haben», sagte Direktor Norbert Schmassmann. Und diese kamen dafür voll auf ihre Kosten.

«Fast wie Fliegen»
500 Gäste waren vorgesehen, gereicht hats dann doch für 550, «da wir genügend Plätze für die Fahrten mit den Oldtimerbussen hatten», sagt Schmassmann. Und genau diese Busse waren das eigentliche Highlight. Zum Beispiel der alte «Twin Coach», ein amerikanisches Modell, das ab 1953 in Luzern unterwegs gewesen ist. «Wer damit fährt, kriegt gleich eine Gratis-Massage, so sehr ruckelt es», sagen Hans und Lydia Donzé nach der Nostalgiefahrt.

Die Passanten staunten, viele winkten den Buspassagieren begeistert zu. In der Mitte der Strecke, beim Bahnhof, wurden alle Gäste in eines der neusten Modelle der VBL, einen Diesel-Gelenkbuss umplatziert. Dies sei dann fast wie Fliegen gewesen, so ruhig und angenehm klimatisiert.

Zusätzliche Oldtimerbusse liehen die VBL aus Basel und Zug aus. Darunter war auch der 111-jährige Orion-Bus, der älteste Europas.

Stefan Roschi