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13-jähriges Piano-Wunderkind trat einen Tag vor seinem Tod im KKL Luzern auf

Vor einigen Tagen ertrank ein US-amerikanischer Schüler in einem Bergsee im Berner Oberland. Was erst jetzt bekannt wird: Der 13-Jährige spielte begeistert und begnadet Klavier. Zusammen mit einer Gruppe Kinder und Jugendlicher tourte er um die ganze Welt. Das Luzerner KKL war seine letzte Station.
Simon Mathis
Der verunglückte US-amerikanische Schüler Albert Yin war ein begnadeter Pianist. (Bild: Robert Shin, Albert Yin Memorial Fund, gofundme.com)

Der verunglückte US-amerikanische Schüler Albert Yin war ein begnadeter Pianist. (Bild: Robert Shin, Albert Yin Memorial Fund, gofundme.com)

Ende Juni starb der 13-jährige Albert Yin an den Folgen eines Badeunfalls im Berner Oberland (wir berichteten am 30. Juni). Wie CBS Baltimore nun berichtet, spielte der US-amerikanische Schuljunge nur einen Tag zuvor Klavier im KKL Luzern. Der junge Pianist habe im Auditorium des KKL eine von Franz Liszts Ungarischen Rhapsodien vorgetragen, heisst es von Seiten der Eltern. Er habe die Rhapsodie «wunderschön und kraftvoll» interpretiert.

Das Konzert war Teil einer Tournee um die Klavierlehrerin Bella Eugenia Oster aus Maryland. Oster führte vierzehn 5- bis 18-jährige Musizierende in bekannte Konzerthäuser rund um den Globus. Zu den Stationen gehörten die USA, Kanada, England, Deutschland, Österreich, Spanien, Italien, Portugal, Ungarn, Tschechien und Polen, wie der Website des KKL zu entnehmen ist. «Albert genoss es, mit seinen Freunden aus der Klavierschule zu reisen. Sie wurden seine musikalischen Brüder und Schwestern», schreibt die Familie Yin online. Mit dem Klavierspielen begonnen habe er im Alter von fünf Jahren. Nach der Tournee wollte die Familie Yin in die Ferien gehen, sagte die Mutter Margaret Allison Yin gegenüber CBS.

Über die konkreten Umstände des Unfalls ist noch nichts bekannt. «Die Ermittlungen laufen noch», teilt die Kantonspolizei Bern auf Anfrage mit. Der Schüler verunfallte im Burgseeli auf dem Gebiet der Gemeinde Ringgenberg in der Nähe von Interlaken. Ein Polizeitaucher barg den Jungen, man konnte ihn danach reanimieren. Ein Helikopter flog ihn dann ins Spital, wo er verstarb.

Albert Yin spielte neben dem Piano auch leidenschaftlich gerne Cello, berichtet CBS. Der Schüler war nicht nur musisch talentiert: Fürs Eishockey soll er ebenfalls eine Begabung gehabt haben. Yins Beerdigung findet am Samstag in Columbia, Maryland, statt. Die Familie Yin will in Gedenken an ihren Sohn eine Stiftung gründen.

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