Politik
Ortsplanungsabstimmung in Meggen: Einsprecher sorgen sich um den Park mit Friedensbrunnen

Die geplante Erweiterung des Werk- und Ökihofes Meggen tangiert den Platz rund um den Friedensbrunnen. Das werde vertuscht, kritisieren Einsprecher. Eine Einigung konnte nicht gefunden werden.

Sandra Monika Ziegler
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Die Megger Parzelle 343 mit dem Friedensbrunnen zur Erinnerung an den Ersten Weltkrieg.

Die Megger Parzelle 343 mit dem Friedensbrunnen zur Erinnerung an den Ersten Weltkrieg.

Bild : sam

Die Meggerinnen und Meggen werden am 13. Juni unter anderem auch über die Teilrevision Ortsplanung Werkhof Huob abstimmen. Geplant ist laut Botschaft des Gemeinderats, den Werkhof und auch Ökihof sinnvoll zu erweitern. Dafür muss die Parzelle 357 umgezont werden, von der Arbeitszone in die Zone für öffentliche Zwecke. Das unmittelbar daneben gelegene Grundstück mit der Grundbuchnummer 343 befindet sich bereits in der Zone für öffentliche Zwecke. Um dieses Grundstück geht es in der Einsprache, die gegen die Teilrevision Ortsplanung eingereicht wurde und über die nun abgestimmt wird.

Mit der Umzonung des Nebengrundstückes werde später der Platz um den Friedensbrunnen verkleinert, kritisieren die beiden Einsprecher. Und das wollen sie nicht. Der eine Einsprecher, um den Park zu erhalten, der andere wegen des Mehrverkehrs, der mit der Nutzung des neuen Ökiareals zu erwarten ist, und wegen der geplanten Verkehrsführung.

«Wir sind nicht gegen die Umzonung als solches. Mein Anliegen ist es, den Platz und den Baumbestand beim Friedensbrunnen zu erhalten», sagt Eugen Birrer, der zusammen mit seinem Sohn Einsprache erhob, wie der Botschaft zu entnehmen ist. Diesbezüglich sei zu wenig transparent und auch widersprüchlich informiert worden. So steht in der Botschaft: «Es gilt festzuhalten, ... dass keine baulichen Veränderungen auf den Grundstücken 343 und 357 verbunden sind. Sie (die Teilrevision Ortsplanung Werkhof Huob) schafft jedoch die Grundlage für die spätere zonenkonforme Erweiterung und Sanierung des Werk- und des Ökihofes.»

Einsprecher stiess auf taube Ohren

«Das ist doch ein Widerspruch! Zuerst heisst es keine baulichen Veränderungen, und später, das sei die Grundlage für die Erweiterung. Diese kann aber ohne bauliche Veränderung, sprich den Abriss des Gebäudes mit der Brockistube wie auch der Verkleinerung des kleinen Pärkchens gar nicht realisiert werden», ärgert sich Birrer. Und hier liege der Hund begraben. Das sei ein «Bubentrick» und täusche die Stimmberechtigten. Denn vielen sei gar nicht klar, dass damit der beliebte Platz massiv verkleinert werde und damit seine Attraktivität verliert.

Die Gespräche mit der Gemeinde seien erfolglos geblieben, sagt Birrer: «Ich wollte eine verbindliche Auskunft darüber, wie gross die Fläche beim Friedensbrunnen noch sein wird.» Er fordert einen geringeren Eingriff in die bestehende Grünfläche und wollte auch, dass die Gemeinde auf dem Grundstück klar absteckt, welche Fläche verschwinden wird. Er sei damit jedoch auf taube Ohren gestossen. Der Gemeinderat habe zwar Verständnis für die Einsprachen gezeigt, gleichzeitig jedoch betont, das Siegerprojekt lasse keine grossen Änderungen mehr zu. Der Gemeinderat beantragt die Abweisung der nicht gütlich erledigten Einsprachen.

Der Friedensbrunnen aus den 1960er-Jahren, der im kommunalen Inventar als schützenswert aufgeführt ist und in Erinnerung an den Ersten Weltkrieg aufgestellt wurde, soll bei Projektrealisierung um einige Meter versetzt werden.