150 Kontrolleure spüren Risikopflanzen auf

Der Feuerbrand bedroht auch im Kanton Luzern Kernobstbäume. Nun lässt die zuständige Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) in den nächsten Tagen auch Hochstammbäume kontrollieren, um Infektionsherde rechtzeitig zu erkennen.

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So sieht ein befallener Feuerbrand aus. (Bild pd)

So sieht ein befallener Feuerbrand aus. (Bild pd)

Der Feuerbrand ist eine durch Bakterien ausgelöste Pflanzenkrankheit, die für befallene Kernobstbäume und damit auch für die entsprechenden Obstkulturen das «Aus» bedeuten kann. Die Hitzetage Ende April, Mitte Mai und um Pfingsten mit gleichzeitiger Blüte anfälliger Wirtspflanzen führten dazu, dass diese dem Befall mit Feuerbrandbakterien ausgesetzt waren.

30 Betriebe bereits von Feuerbrand betroffen

Wie die Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) am Donnerstag mitteilte, musste in den Obstanlagen bisher bei 30 Betrieben in 19 Gemeinden auf rund 65 Hektaren Fläche leichter Befall festgestellt werden. In den meisten Fällen können diese Anlagen mit dem Rückriss befallener Pflanzenteile saniert werden. Schwerere Fälle liegen in Kleinwangen und Meierskappel vor. Aber auch in diesen Fällen habe bisher eine Rodung vermieden werden können.

Zur Situation bei den Hochstammobstbäumen in der Landwirtschaft und im Siedlungsgebiet liegen gemäss Mitteilung zurzeit noch keine aussagekräftigen Ergebnisse vor. In den kommenden Tagen werden rund 150 kommunale Feuerbrandkontrolleure gemäss Instruktion der lawa Obstanlagen und private Gärten auf Feuerbrand kontrollieren und mögliche Risikopflanzen der Dienststelle melden. Gemäss der kantonalen Bekämpfungsstrategie für den Feuerbrand, welche auf Anweisungen des Bundes basiert, werden danach Massnahmen wie die Rodung oder der Rückriss amtlich verfügt.

pd/zim