18,5 Millionen Franken für Schulanlage Maihof

Der Luzerner Stadtrat will die Schulanlage Maihof umfassend sanieren und mit einem Neubau erweitern. Die Stimmbevölkerung kann am 15. Mai an der Urne darüber befinden.

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Das Maihof-Schulhaus soll saniert werden. (Bild: Archiv Philipp Schmidli/Neue LZ)

Das Maihof-Schulhaus soll saniert werden. (Bild: Archiv Philipp Schmidli/Neue LZ)

Die Schulanlage Maihof besteht aus einem Schulhaus mit 19 Klassenzimmern mit Nebenräumen und einer angebauten Turnhalle. Sie wurde 1906 vom Luzerner Architekten Othmar Schnyder erbaut. Das Schulhaus ist technisch komplett veraltet und sanierungsbedürftig. Deshalb soll es für 18,5 Millionen Franken saniert und erweitert werden, wie die Stadt Luzern am Montag mitteilte. Da der Kanton Luzern beantragt, die Schulanlage unter Schutz zu stellen, hat die Denkmalpflege des Kantons Luzern einen Beitrag von rund 600'000 Franken in Aussicht gestellt.

Neue Heizzentrale

Während der Sanierung werden unter anderem die historisch wertvollen Bauteile restauriert. Zudem muss die Erdbebensicherheit den heutigen Normen angepasst und die gesamte Gebäudetechnik von Grund auf erneuert werden. So wird die Heizzentrale ersetzt, die auch die Dreifachturnhalle mit Wärme für Heizung und Warmwasser versorgt. Da auch die Wärmeerzeugungsanlagen im benachbarten Betagtenzentrum Rosenberg saniert werden müssen, erhält das Maihofschulhaus eine Holzschnitzelheizung, die neben der Dreifachturnhalle auch das Betagtenzentrum mit Wärme versorgt. Es ist vorgesehen, mit der EWL Verkauf AG einen entsprechenden Wärmeliefervertrag abzuschliessen.

Neubau mit einer Aula

Im Hof des Schulhauses wird ein Neubau entstehen, der mit dem heutigen Schulhaus verbunden ist. Er wird unter anderem Gruppenräume, eine Bibliothek und einen Teil der Aula enthalten. Dank den Sanierungs- und Ergänzungsarbeiten erhält die Schulanlage Räume und eine Infrastruktur, die für einen zeitgemässen und modernen Unterricht nötig sind. Sie ist somit auch für die Einführung der Integrativen Förderung gerüstet. Dank des Einbaus eines Lifts im Neubau, wird das ganze Schulhaus behindertengerecht erschlossen.

Während der Sanierung muss das Schulhaus komplett geräumt werden. Einzig die Turnhalle, die 2002 saniert wurde, kann benutzt werden. Der Unterricht wird deshalb in Schulcontainern stattfinden. Vier bis sechs 5. und 6. Primarschulklassen werden während der Sanierung ins Schulhaus Grabenhof zügeln, das durch die Verlagerung von Klassen ins Schulhaus Mariahilf frei wird.

Sagen die Luzerner Stimmberechtigten am 15. Mai ja zum Kredit, wird bereits im Herbst mit der Sanierung und der Erweiterung begonnen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende 2012.

pd/zim