Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

1970 sagte das Volk Ja zur Spange Nord

Schon 1970 bewilligten die Stimmberechtigten einen Projektierungskredit für eine Nordumfahrung Lochhof-Schlossberg. Danach verschwand das Projekt in den Schubladen. Erst 1990 versuchten private Initianten, die «Spange Nord» per Standesinitiative wieder auf den Tisch zu bringen. Geplant war eine weitgehend unterirdische Nordumfahrung der Stadt Luzern, welche der Bund ins Nationalstrassennetz aufnehmen sollte. Doch die Kantonsregierung sprach sich gegen das Projekt aus. 1992 sagten auch die kantonalen Stimmberechtigten klar Nein zur Initiative.

Erst zehn Jahre später änderte die Regierung ihre Meinung. Als der Kanton Luzern ab 2003 die Agglomerationsprogramme entwickelte, wurde die Spange Nord als eine von mehreren Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Region Luzern aufgenommen. Zusammen mit der Autobahnumfahrung Bypass sollte die «Spange» ein Gesamtsystem bilden. 2014 präsentierte der Kanton das erste Vorprojekt. Aufgrund von Kritik aus der Stadt Luzern wurde das Projekt überarbeitet. Unter anderem wurde der Friedentaltunnel deutlich verlängert. Doch die Stadt pocht auf eine vollständig unterirdische Linienführung.

Der Bund bringt den Kanton in Zugzwang

Mittlerweile hat der Bund signalisiert, dass er in Sachen Bypass vorwärts machen will. Schon in vier Jahren soll ein baureifes Projekt für die neue Autobahn vorliegen. Das bringt den Kanton Luzern in Zugzwang. Er muss nun beim Nordzubringer ebenso Gas geben, weil die beiden Projekte möglichst zeitgleich realisiert werden sollen. Im Mai berät der Kantonsrat über einen Planungskredit von 6,5 Millionen Franken.

Noch deutlich weniger weit fortgeschritten ist die Planung zur Spange Süd, dem Parallelprojekt im Süden der Stadt Luzern. Der Südzubringer soll das Gebiet Tribschen per Tunnel direkt mit dem Autobahnanschluss Luzern-Kriens verbinden. Das Projekt befindet sich im kantonalen Strassenbauprogramm im Topf C, hat also tiefste Priorität. Wann der 250 Millionen Franken teure Tunnel realisiert wird, ist daher noch offen. (red)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.