1er-Bus der VBL auf «Irrfahrt»

Ärger für rund 25 Fahrgäste der VBL. Statt fahrplanmäsig Richtung Maihof zu fahren, kehrte der Bus ins Depot Weinbergli zurück - ohne dass die Passagiere im Anhänger informiert waren. Erlösung für die Fahrgäste gab es erst bei der Bushaltestelle Kantonalbank, als sie der Chauffeuer aussteigen liess.

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Beim Schwanenplatz hätten alle Passagiere aussteigen sollen. wers nicht tat, hatte erst wieder bei der Kantonalbank die Gelegenheit dazu.

Beim Schwanenplatz hätten alle Passagiere aussteigen sollen. wers nicht tat, hatte erst wieder bei der Kantonalbank die Gelegenheit dazu.

Die rund 25 Fahrgäste waren am Donnerstagmorgen im Anhänger eines 1er-Busses Richtung Maihof unterwegs. Nach der Haltestelle am Schwanenplatz vollzog der Bus am Luzernerhof kurz vor 9 Uhr eine Kehrtwende, statt Richtung Löwenplatz zu fahren, wie mehrere betroffene Passagiere berichten.

Verwirrung machte sich breit, als der 1er wieder stadteinwärts fuhr und dabei sogar die üblichen Haltestellen Schwanenplatz und Bahnhof ausliess. Gerade auch, zumal keine Information per Lautsprecher erfolgte. Als der Bus schliesslich bei der Kantonalbank hielt, war der Missmut bei vielen Fahrgästen über die «Irrfahrt» gross. Der 1er fuhr daraufhin – nun ohne Passagiere – zum Depot Weinbergli.

«Dreimal Durchsage gemacht»

Silja Husar, Mediensprecherin der Verkehrsbetriebe Luzern, bestätigt den Vorfall: «Beim Bus ist der Lüfter des Elektromotors ausgestiegen. Deshalb musste das Fahrzeug möglichst schnell ausgewechselt werden – sonst wäre es stecken geblieben.» Der Chauffeur habe die entsprechende Durchsage dreimal durchgegeben. «Leider war die Sprechverbindung zum Anhänger unterbrochen, sodass diese Fahrgäste nichts von der Information mitbekommen haben.»

Hätte der Chauffeur nichtsdestotrotz über den Videomonitor erkennen müssen, dass sich im Anhänger noch Passagiere befanden? «Der Chauffeur hat den Monitor auf Aussenüberwachung gestellt und deshalb erst während der Rückfahrt ins Depot gemerkt, dass sich noch Passagiere im Anhänger befanden.» Man bitte die Fahrgäste um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten.

scd