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Küssnacht: 2000 Baugesuche gingen über den Tisch von André Guntern

Auf dem Bauamt geht eine Ära zu Ende. André Guntern, Abteilungsleiter des Ressorts Planung, Umwelt und Verkehr verlässt Küssnacht nach 13 Jahren. Er erzählt, was ihn ärgerte, was ihn freute und was er seinem Nachfolger wünscht.
Interview: Edith Meyer
André Guntern war 13 Jahre lang Abteilungsleiter des Ressorts Planung,Umwelt und Verkehr in Küssnacht. (Bild: Edith Meyer, 20. Dezember 2018)

André Guntern war 13 Jahre lang Abteilungsleiter des Ressorts Planung,Umwelt und Verkehr in Küssnacht. (Bild: Edith Meyer, 20. Dezember 2018)

Während 13 Jahren hat André Guntern das Ressort Planung, Umwelt und Verkehr in Küssnacht geleitet. In seiner Zeit hat das Bauamt fast 2000 Baugesuche behandelt, aber auch viele Projekte in der Verkehrsplanung und im Umweltschutz realisiert. Die Arbeit an der Ortsplanung sowie die verschiedenen Abstimmungen zur Südumfahrung gehörten praktisch zu den Daueraufgaben.

André Guntern, Sie verlassen nach 13 Jahren den Bezirk Küssnacht. Was bleibt Ihnen aus dieser Zeit in besonders guter Erinnerung?

Ich denke an die vielen Bekanntschaften, die sich über die Jahre ergeben haben, sei es bezirksintern oder auch mit Bauherren und Architekten oder Vertretern von Kommissionen, Organisationen und Fachstellen. In unzähligen Sitzungen wurde gemeinsam argumentiert, gestritten und nach Lösungen gesucht, aber auch Pläne geschmiedet und Neues entwickelt.

Gab es Highlights?

Ja, zum Beispiel die Planung des neuen Bahnhofs und des neuen Buskonzepts. Dass die Bevölkerung 2008 dem Bahnhof und damit einem zukunftsorientierten ÖV mit über 70 Prozent zugestimmt hat, hat mich besonders gefreut. Auch das Entwickeln eines mehrheitsfähigen Projekts für die Südumfahrung gehört zu den Highlights.

Ist Ihnen auch etwas nicht gelungen?

Die Ablehnung der Gesamtrevision der Nutzungsplanung 2013 hat sicher am meisten geschmerzt. Obwohl der Bezirk mit den Grundeigentümern Einzonungsverträge abgeschlossen hat, zum Beispiel zur Realisierung von preisgünstigen Wohnungen, haben sich die Küssnachter gegen weitere Einzonungen entschieden. Ob nun eine Teilrevision ohne Einzonungen auf Zustimmung stösst, werden wir am 10. Februar sehen.

Die Realisierung eines Parkhauses ist nicht in Sicht. Warum?

Bei der Suche nach einem Standort für ein Parkhaus im Zentrum ist der Durchbruch noch nicht gelungen. Bekanntlich wurden zwei Projekte von den Küssnachtern abgelehnt. Es wäre toll, wenn in der Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern im Oberdorf ein Projekt zustande kommen würde. Dann könnten auch der Seeplatz und das Unterdorf endlich entlastet werden.

Gab es Kritik, die Sie ärgerte?

Uns wurde immer wieder unterstellt, dass wir, gestützt auf das abgelehnte Baureglement, vorgängig widerrechtlich Baubewilligungen erteilt hätten. Dies stimmt einfach nicht und lässt sich auch belegen. Auch hat mich geärgert, dass Bezirksrätin Carole Mayor immer wieder angeschossen wurde. Sie hat sich für den Bezirk enorm engagiert. Ihr war auch eine rechtlich korrekte und für alle gleiche Behandlung immer sehr wichtig. Sie war sich auch nicht zu schade, unpopuläre Entscheide zu vertreten. Ich bewundere alle Personen, die sich für so ein Exekutivamt zur Verfügung stellen und das Gemeinwohl über die Interessen Einzelner stellen.

Was hat Sie gereizt, dass Sie als Abteilungsleiter Hochbau in die Zürcher Gemeinde Oberrieden wechseln?

Die Gemeinde Oberrieden befindet sich in einem totalen personellen und strukturellen Umbau. Die Mischung aus Erfahrung einbringen und Neues dazulernen reizt mich besonders.

Was wünschen Sie dem neuen Leiter des Ressorts Planung, Umwelt und Verkehr?

Ich wünsche meinem Nachfolger, dass er ein offenes Ohr für die Anliegen aus der Bevölkerung hat und diese im Rahmen der rechtlichen und politischen Vorgaben zu berücksichtigen versucht.

Und was möchten Sie den Küssnachtern auf den Weg geben?

Küssnacht ist ein toller Ort, zum Wohnen und zum Arbeiten. Als Resultat dieser Attraktivität haben sich die drei Orte im Bezirk in den vergangenen Jahrzehnten baulich stark entwickelt und auch verändert. Dass das Tempo gedrosselt wird, ist sicher richtig, denn das Siedlungswachstum bringt auch mehr Verkehr und mehr Einwohner.

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