2009 war ein gutes Jahr für Luzerner Finanzen

Die Luzerner Gemeinden haben im Jahr 2009 insgesamt einen Gewinn von 64 Millionen Franken erwirtschaftet. In 66 Gemeinden resultierte Ende Jahr ein Gewinn. 21 Gemeinden schrieben rote Zahlen.

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66 Gemeinden im Kanton Luzern erzielten 2009 zusammen einen Gewinn von 74 Millionen Franken. Die 21 Gemeinden, die ein Defizit aufwiesen, lagen zusammen 10 Millionen Franken im Minus. Der erwirtschaftete Gewinn landete zu zwei Dritteln im Eigenkapital der jeweiligen Gemeinden. Ein Drittel wurde für zusätzliche Abschreibungen, Einlagen in Vorfinanzierungen und Abschreibungen auf dem Bilanzfehlbetrag verwendet.

Sinkender Aufwand pro Kopf
Die Luzerner Gemeinden gaben 2009 2,17 Milliarden Franken aus. Das sind 5837 Franken pro Kopf. Von 1992 bis 2005 war der Aufwand pr Kopf von 4296 auf 6152 Franken gestiegen. Seither sinken die Auslagen pro Kopf in der Tendenz. Der Grossteil der Mittel wird im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen eingesetzt (insgesamt 62%). Dies geht aus einer Mitteilung von Lustat Statistik Luzern hervor.

Hohe Investitionen
Die Nettoinvestitionen der Gemeinden betrugen im Jahr 2009 insgesamt 205,8 Millionen Franken. Das ist ein überdurchschnittlich hoher Wert. Die Investitionen konnten aus eigenen Mitteln finanziert werden. Rund ein Drittel der Nettoinvestitionen wurde im Bereich Bildung ausgelöst (z. B. für Schulhausbauten), ein Fünftel für den Verkehr (z. B. Strassensanierungen), und jeweils rund ein Zehntel für die Bereiche allgemeine Verwaltung, Kultur und Freizeit sowie Gesundheit.

Tiefere Selbstfinanzierung
Negative Veränderungen im Vergleich zu 2008 ergaben sich beim Selbstfinanzierungsanteil, der die Selbstfinanzierung ins Verhältnis zum Gewinn setzt. Im Kantonsmittel sank dieser von 10,74 auf 9,55 Prozent. 29 Gemeinden, gegenüber zwölf im Vorjahr, erreichten keinen genügenden Selbstfinanzierungsanteil. Schuld daran waren vor allem die rückläufigen Steuererträge. Die Schulden blieben dagegen stabil.

Zukunft weniger rosig
Damit setzte sich 2009 im Kanton Luzern insgesamt die positive finanzielle Entwicklung der Jahre 2002 bis 2008 fort. Zwar wurde etwas weniger Gewinn erzielt als in den Vorjahren, doch alles in allem seien die meisten Gemeinden des Kantons Luzern finanziell gesund. Für die Zukunft sieht es aber weniger rosig aus. Viele Gemeinden haben bereits angekündigt, dass sie im Jahr 2011 ein hohes Defizit erwirtschaften werden.

pd/das