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2015 – Jahr der historischen Bündnisse

Listenverbindungen «Historischer Pakt der Mitteparteien»: So titelte unsere Zeitung im August 2015, als das Zusammengehen von CVP und FDP bei den Nationalratswahlen vom 18. Oktober 2015 konkreter wurde. Eine Woche später war es so weit: Die «Roten», also die CVP-Anhänger, spannten nach den Entscheiden der Parteigremien erstmals mit den «Schwarzen», den FDP-Mitgliedern, zusammen. Bereits zuvor zeigten sich BDP und EVP einverstanden mit dem Schulterschluss der bürgerlichen Mitte. Für CVP und FDP war die Verbindung ein Erfolg: Sie konnten ihre Mandate – drei für die CVP, zwei für die FDP – halten, die CVP ihr drittes allerdings nur ganz knapp.

2011 waren CVP, FDP und SVP noch alleine marschiert. Eine geplante Verbindung zwischen CVP und FDP scheiterte am Widerstand der freisinnigen Basis.

Historisch war im Kanton Luzern bei den Nationalratswahlen 2015 auch die Listenverbindung zwischen der SP, den Grünen und der GLP. Während die Sozialdemokraten und die Grünen ihren Sitz halten konnten, verloren die Grünliberalen ihr Mandat an die SVP. Das erklärte Ziel der SP, mit dieser Verbindung den dritten Sitz der SVP zu verhindern, wurde nicht erreicht. Vier Jahre zuvor hatte sich die GLP mit der BDP und der EVP verbündet – erfolgreich: Sie holte beim erstmaligen Antreten gleich einen Nationalratssitz.

Listenverbindungen quer durch die Parteienlandschaft

Bei den kantonalen Wahlen sind Listenverbindungen quer durch die Parteienlandschaft nichts Ungewöhnliches, weil diese Entscheide in den verschiedenen Wahlkreisen unabhängig von den Parteizentralen in Luzern gefällt werden. So ging die GLP 2015 in den Wahlkreisen Luzern Stadt und Luzern Land eine Verbindung mit der EVP ein, während sich die Grünliberalen im Wahlkreis Sursee mit den Grünen zusammenschlossen. Das Resultat: Die SP verlor das Mandat der damaligen Fraktionschefin Priska Lorenz. In den übrigen Wahlkreisen paktierten die Grünen traditionellerweise mit der SP.

Die BDP wiederum schloss sich bei den letzten kantonalen Wahlen aufgrund der Strategie der Mutterpartei der CVP an. Ein Entscheid, den der heutige Luzerner BDP-Präsident Denis Kläfiger schon damals nicht verstand. Sollte die BDP Schweiz für 2019 das gleiche Vorgehen wählen, würde Kläfiger protestieren.

2011 war die Zahl der Listenverbindungen auf kantonaler Ebene noch sehr überschaubar gewesen. Ausser den üblichen Zusammenschlüssen mit den Jungparteien und Seniorenorganisationen gab es damals nur eine nennenswerte Verbindung: jene der GLP mit der Vereinigung Pro Werkplatz Schweiz. Sie bescherte den Grünliberalen im Kanton Luzern auf Anhieb sechs Parlamentsmandate – und ermöglichte der Newcomerpartei so das Bilden einer eigenen Fraktion, für die mindestens fünf Sitze nötig sind. Exakt auf diesem Stand befindet sich die GLP seit den Kantonsratswahlen von 2015. (nus)

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