21 aggressive Hunde eingeschläfert

Im Jahr 2010 gingen beim Veterinäramt des Kantons Luzern 301 Meldungen wegen Hundebissen und aggressiven Hunden ein. Dies entspricht dem Durchschnitt der letzten Jahre. 21 Tiere mussten eingeschläfert werden.

Drucken
Teilen
Ein 84-lähriger Rentner wurde an der Seestrasse von einem Hund in die Hand gebissen. (Archivbild/ LZ)

Ein 84-lähriger Rentner wurde an der Seestrasse von einem Hund in die Hand gebissen. (Archivbild/ LZ)

Seit 2006 sind erhebliche Hundebissverletzungen und übermässig aggressive Hunde im Kanton Luzern meldepflichtig. Die Anzahl Meldungen bewegt sich jeweils um 300 pro Jahr. Wie die Staatskanzlei Luzern mitteilt, betrafen von den 301 Meldungen im Jahr 2010 260 Bissverletzungen und 41 auffallend aggressive Hunde. In 20 Prozent der Fälle seien keine Massnahmen nötig gewesen, in je einem Drittel der Fälle musste eine Ermahnung ausgesprochen, beziehungsweise eine Maulkorb- oder Leinenpflicht angeordnet werden. Sieben Hunde wurden umplatziert, 21 eingeschläfert.

Auch Anzahl «Kampfhunde» nicht erhöht

Die Gesetzgebung im Kanton Luzern richtet den Fokus nicht auf bestimmte Hunderassen, sondern auf auffällige Hunde aller Rassen. Der Veterinärdienst beurteilt diese Hunde nach fachlichen Kriterien und leitet bei Bedarf zweckmässige Massnahmen ein. Laut Kantonstierarzt Josef Stirnimann sei die Anzahl sogenannter «Kampfhunde» wie Pitbulls (im Kanton Luzern leben 130) und Rottweiler (200) seit Jahren stabil. «Das heisst, dass diese Rassemassnahmen in angrenzenden Kantonen bei uns keine wesentliche Zuwanderung verursacht haben», stellt Stirnimann fest.

pd/bep