22. Adventsfenster: Wo sich Nordmanntanne und Blaufichte gute Nacht sagen

Der Familienbetrieb Wicki aus Römerswil verkauft seit über 30 Jahren Christbäume ab Hof. Dabei gehen sie möglichst grün vor. 

Emanuel Schüpfer
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Guido Wicki pflanzt in zweiter Generation Christbäume in Römerswil an.

Guido Wicki pflanzt in zweiter Generation Christbäume in Römerswil an.

Philipp Schmidli

Seit 1986 pflanzt die Familie Wicki Christbäume an und verkauft diese jeweils zur Weihnachtszeit. Heute führt Guido Wicki den Hofbetrieb in zweiter Generation – er hat ihn im Jahr 2000 von seinem Vater Josef Wicki übernommen. Vorher ist die Bauernfamilie mehrheitlich in der Milchindustrie tätig gewesen. Während der Weihnachtssaison ist die Nachfrage nach den Bäumen entsprechend gross, weshalb Wicki und seine Frau den Verkauf mit der Hilfe von zwei rumänischen Gastarbeitern bestreiten. An den Wochenenden packt dann die ganze Familie mit an.

Gut 70'000 Bäume wachsen auf dem Hof

Auf acht Hektaren Land gedeihen in Römerswil über 64'000 Christbäume, 5'000 davon sind erntebereit. Bis ein Baum jedoch ausgewachsen und verkaufsbereit ist, vergehen gut 10 Jahre. Dabei werden die Bäume regelmässig geschnitten, gepflegt und etikettiert. Um für dauerhaften Nachschub zu sorgen, werden die Setzlinge jeweils im März gepflanzt. Hierbei verzichten die Wickis seit fünf Jahren auf Herbizide wie zum Beispiel Glyphosat. «Zudem versuchen wir, den Gebrauch von Fungiziden und Insektiziden möglichst gering zu halten», sagt Wicki.

Die Christbäume können auf Wunsch verpackt werden.

Die Christbäume können auf Wunsch verpackt werden.

Philipp Schmidli

Kassenschlager ist laut Wicki die Nordmanntanne – der klassische Christbaum in den meisten Schweizer Haushalten. 90 Prozent der auf dem Hof angepflanzten Tannen sind deswegen Nordmanntannen, Tendenz steigend. Im Sortiment hat es jedoch auch Blau- und Rotfichten. «Deren Nadeln piksen ein bisschen, weshalb sie für einige Leute abschreckend wirken könnten», sagt Wicki, und ergänzt:

«Die Nordmanntannen haben schönere Nadeln.»

Wetterausschläge wie Spätfrost, Hagel oder die extrem heissen Sommer setzen den Tannen regelmässig zu, besonders den Blau- und Rotfichten, welche Flachwurzler sind. Wicki hat seinen Baumbestand deshalb vorsorglich versichern lassen, um bei einem Ernteausfall finanzielle Verluste gering zu halten. Verkauft werden die Bäume in Römerswil ab Hof, auf dem Krienser Lindenplatz und in Kriens Obernau, wo die Kunden den Baum selber schneiden können. Ein paar Holzfiguren sowie Schnittgrün bieten die Wickis ebenfalls an. 

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