26 FCL-Randalierer identifiziert – 22 angezeigt

Nach dem Spiel FC Luzern gegen den FC Sion vom 9. April 2011 hat sich eine Gruppe Luzerner Fussballhooligans an gewalttätigen Ausschreitungen beteiligt. 26 Personen konnten inzwischen identifiziert werden, gegen 22 von ihnen wurden Strafuntersuchungen eingeleitet.

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Die Luzerner Polizei konnte insgesamt 26 Personen identifizieren. Wie die Luzerner Staatsanwalt am Montag mitteilte, hatten sich 22 davon aktiv an den gewalttätigen Ausschreitungen nach dem Fussballspiel vom FC Luzern gegen den FC Sion vom 9. April 2011 beteiligt. Im Bereich der Rüeggisingerstrasse und hinter dem Sportstadion versuchten sie, Polizeisperren zu durchbrechen. Dabei warfen sie mit Steinen gegen die Polizei und gefährdeten auch Passanten.

Zwölf Wiederholungstäter

22 der 26 Personen werden wegen Landfriedensbruch und/oder Gewalt und Drohung gegen Behörden bei der Staatsanwaltschaft Luzern angezeigt. Die Männer sind zwischen 17 bis 28 Jahren alt und stammen aus der Schweiz (21) und Italien (1). Sie wohnen in der Zentralschweiz (21) und im Kanton Zürich (1). Zwölf der identifizierten Personen sind der Polizei bereits von früheren Ausschreitungen bekannt. Sie haben oder hatten bereits ein gesamtschweizerisches Stadionverbot.

Erfolgreiche Öffentlichkeitsfahndung

Zur Identifikation der Unbekannten hat die Luzerner Staatsanwaltschaft in Zusammenarbeit mit der Luzerner Polizei unter anderem auch das Instrument der Öffentlichkeitsfahndung eingesetzt. Den Unbekannten wurde vor der Veröffentlichung ihrer Fotos eine Meldefrist gewährt. Mehrere Personen stellten sich freiwillig der Polizei. Die Fotos eines Unbekannten wurden am 17. Mai öffentlich publiziert. Der Mann konnte wenige Tage später Dank Hinweisen aus der Bevölkerung identifiziert werden. Die Öffentlichkeitsfahndung war – wie bereits in den Jahren 2007 und 2009 – wiederum ein erfolgreiches und bewährtes Instrument, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Behörden werden es in vergleichbaren Fällen wieder einsetzen.

Stadion- und Rayonverbote werden geprüft

Der Kommandant der Luzerner Polizei prüft, ob gegen die Randalierer ein Rayonverbot gemäss Hooligankonkordat ausgesprochen werden soll. Zudem werden die verurteilten Randalierer der Clubleitung vom FC Luzern gemeldet. Diese wird dann über ein allfälliges Stadionverbot für die Betroffenen befinden.

pd/zim