29. FEBRUAR: 36-jährig und erst 9-mal richtig feiern können

Dank des Schaltjahrs können sie endlich wieder einmal ihren Geburtstag am richtigen Datum feiern: Fiona Steiner, Robin Steigmeier und Roger Stöckli.

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Geburtstagskind Fiona Steiner. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Geburtstagskind Fiona Steiner. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Kuchen, Geschenke, freundliche Worte. Ob man ihn nun mag, oder nicht, man hat ihn einfach jedes Jahr: seinen Geburtstag. 

Zumindest fast alle. Bei jenen, die heute ihren Geburtstagskuchen essen und Geschenke auspacken, ist dies nicht der Fall. Sie sind allesamt an einem 29. Februar geboren, und den gibts nun mal nur alle vier Jahre.

Kollege wollte Spielzeug kaufen
«Als Kind wars schlimm», sagt Fiona Steiner aus Luzern. «Für die anderen Kinder gabs meinen Geburtstag einfach nicht. Kinder können schon brutal sein.» Gefeiert hat sie trotzdem, und da es den Tag drei Jahre lang nicht gibt, einfach zweimal – am 28. Februar mit der Familie und am 1. März mit ihren Kolleginnen und Kollegen. Heuer feiert sie, obwohl es denn 29. Februar ja gibt, sogar von Mittwoch bis und mit Sonntag.

Die Verlagsmitarbeiterin, die heute 36 wird, sieht aber auch Vorteile in ihrem seltenen Geburtsdatum: «Dadurch denken die meisten Kollegen immer an mich, wenn dann mal wieder der 29. Februar ist, und machen fast einen Hype daraus.» Sie lasse sich dann jeweils etwas anstecken, «obwohl ich mir eigentlich nichts mehr aus dem Geburtstag mache». Dass sie heute eigentlich erst ihren neunten Geburtstag feiert, lässt sie kalt. «Mir hat aber gerade ein Kollege gesagt, er wäre beinahe in ein Spielwarengeschäft gegangen um mir ein altersgerechtes Spielzeug zu kaufen.»

Michael Graber

Mehr über die beiden anderen Geburtstagskinder können lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.