Abstandsregeln nicht eingehalten und zu laut gefeiert: Polizei räumt Parkanlagen 

Das verlängerte Auffahrts-Wochenende begann für die Luzerner Polizei mit zahlreichen Einsätzen. In der Nacht auf Donnerstag mussten in der Stadt Luzern sogar Parkanlagen geräumt werden, weil die Covid-19-Massnahmen nicht eingehalten wurden.

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Menschen, Menschen und noch  mehr Menschen: So sah es auf der Ufschötti an Auffahrt aus.

Menschen, Menschen und noch mehr Menschen: So sah es auf der Ufschötti an Auffahrt aus.

Leserbild: Nesrin Khaled via Facebook

(hor/stg) Die Luzerner Polizei war zum Auftakt des verlängerten Auffahrts-Wochenendes stark gefordert, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. Nebst den Einsätzen am Grendel in Luzern und in Nottwil sei vor allem die Nacht auf Donnerstag intensiv gewesen.

Diverse Parkräumungen in der Nacht auf Donnerstag

So sei um 22.40 Uhr eine Gruppierung von rund 20 Personen auf der Lidowiese kontrolliert worden. Diese erhielten Ordnungsbussen. Um Mitternacht gingen dann bei der Polizei Meldungen wegen Nachtruhestörung im Raum Ufschötti ein. Christian Bertschi, Chef Kommunikation der Luzerner Polizei sagt:

«Eine Polizeipatrouille stellte fest, dass im sogenannten Apothekergärtli eine eigentliche Party mit portablen Musikanlagen und Alkohol im Gang war.»

Die Polizei zählte dort rund 100 Personen, welche neben der Ruhestörung auch die Abstandsregeln nicht einhielten. Als die Polizisten sie wegweisen wollten, hätten sich einige der Feiernden zunächst renitent gezeigt. Schliesslich wurde das Apothekergärtli von mehreren herbeigerufenen Patrouillen geräumt.

Gut eine Stunde später, um 1.30 Uhr, räumte die Polizei auch den Inselipark. Dort hatten sich ebenfalls rund 70 Personen versammelt, welche Ruhestörung begingen und gegen die Covid-19-Verordnung verstiessen. «Es waren zum Teil die gleichen Personen, die vorher bereits im Apothekergärtli gefeiert hatten», sagt Bertschi. Die angetroffenen Personen seien unterschiedlichen Alters gewesen, nicht nur Jugendliche.

Gut frequentierte Quais

Die Ufschötti erwies sich aber nicht nur in der Nacht als Problem, sondern auch am Tag. Laut Polizeimitteilung herrschte an Auffahrt ein «massives Personenaufkommen», wodurch die Covid-19-Massnahmen «nicht mehr durchsetzbar waren». Bertschi sagt dazu:

«Die Polizei kann in diesem Fall meist nichts mehr tun, weil eine Räumung völlig unverhältnismässig wäre, zumal sich am Nachmittag ja auch viele Familien dort aufhalten.»

Weil die Strandbäder coronabedingt zurzeit noch geschlossen sind, erhöhe dies an schönen und warmen Tagen den Nutzungsdruck auf die Ufschötti stark, das habe der Auffahrtstag gezeigt.

In der Stadt Luzern waren am Auffahrtstag generell zahlreiche Personen unterwegs. Doch im Unterschied zur Ufschötti verzeichnete die Polizei an den anderen Orten kaum Probleme. Die Altstadt und die Quais entlang der Reuss und des Sees seien zwar gut frequentiert gewesen, die Covid-19-Massnahmen aber «weitestgehend» gut eingehalten worden. Auch die Restaurationsbetriebe hätten sich vorbildlich verhalten. Auf der Lidowiese und auf der Rotseewiese hielten sich viele Menschen auf, aber auch dort wurden die Abstände eingehalten. Insgesamt wurden im Kanton Luzern mehr als 30 Ordnungsbussen wegen Widerhandlung gegen die Covid-19-Verordnung ausgestellt.

Kanton Luzern: Viel Freizeitverkehr


Im Kanton Luzern stellte die Luzerner Polizei am Auffahrtstag starken Freizeitverkehr fest. Diverse Parkplätze bei Ausflugszielen waren bereits am Vormittag belegt, heisst es in einer Medienmitteilung. Aufgrund eines Unfalls um 9.45 Uhr mit drei beteiligten Fahrzeugen ohne Verletzte im Spiertunnel bei Horw auf der Autobahn A2 in Richtung Süden entstand Rückstau sowie ein Folgeunfall auf der Autobahn A14 bei Buchrain, an dem ebenfalls drei Autos beteiligt waren. Eine Person musste dabei vom Rettungsdienst ärztlich betreut werden. Ausserdem wurden zwei Fahrzeuge, die abgeändert worden waren, sichergestellt und zwecks Expertise dem Strassenverkehrsamt übergeben.

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