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33 Millionen für Zentrumsüberbauung in Ruswil

Jetzt fahren am Dorfkern Ost in Ruswil die Baumaschinen auf. Die Zentrumsüberbauung bietet neuen Wohnraum und ein Dienstleistungsangebot. Neu wird auch eine dritte Bank im Dorf präsent sein.
Ernesto Piazza

Einer strahlte am Donnerstagvormittag ganz besonders: Für den Ruswiler Gemeindepräsidenten Leo Müller (CVP) war der Spatenstich für die Zentrumsüberbauung Dorfkern Ost und das Parkhaus Märtplatz «eine ausserordentliche Freude». Während knapp zehn Jahren hatte er viel Herzblut in dieses Projekt investiert. Mit diesem Schritt nimmt das 33-Millionen-Projekt nun auch optisch Formen an. Von der veranschlagten Summe entfallen 25 Millionen auf das Zentrum. Der Rest ist für den Bau der Parkplätze bestimmt.

Als Sieger aus dem Architekturwettbewerb war das Luzerner Büro Lussi+Partner AG hervorgegangen. Bauherrin bei beiden Projekten ist die Sonnenrain AG in Luzern – ein der Eberli Sarnen AG nahestehendes Unternehmen. Die Eberli Entwicklung AG hat das Projekt über mehrere Jahre weiter vorangebracht.

Geplant sind «preiswerte Zentrumswohnungen»

Auf einer Grundstückfläche von rund 2850 Quadratmetern entstehen drei Baukörper. Diese ruhen auf einem Sockel. Während im Sockelgeschoss Laden- und Gewerbeflächen geplant sind, werden auf den drei darüber liegenden Gebäuden 30 Mietwohnungen – von 2½- bis 4½-Zimmer – gebaut. Diese Bauten gruppieren sich um einen zentralen Innenhof. Monetär spricht Urs Fassbind, Leiter Entwicklung bei Eberli, von «preiswerten Zentrumswohnungen». Konkreter formuliert: Eine 3½-Zimmerwohnung komme auf rund 1650 Franken zu stehen. «Die Einheiten sind weder überteuert, noch gibt es einen sozialen Wohnungsbau».

Zudem mietet Coop eine Fläche von rund 900 Quadratmetern. Damit zieht der Grossverteiler dorfintern um. Als zusätzliche Bank – neben Luzerner Kantonalbank und Valiant – kommt die Raiffeisen nach Ruswil. Noch nicht sicher ist, ob es in der Überbauung ein Café gibt.

Zusätzlich entstehen auf drei Geschossen 225 Parkplätze. Das entsprechende Konzept wurde mittels Partnerschaft zwischen der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft entwickelt. Das Parkhaus umfasst 150 unterirdische sowie 75 oberirdische Plätze. Davon werden rund 80 fix an Bewohner, an das Alterszentrum und das Gewerbe vermietet.

Projekt musste diverse Hürden überspringen

«Ich fasse euch jetzt in zehn Minuten die Geschichte von zehn Jahren zusammen», betonte Müller am Donnerstag. «In dieser Zeit galt es diverse Härtetests zu bestehen.» Das Projekt war Gegenstand von drei Urnenabstimmungen, es mussten Einsprachen und Beschwerden erledigt werden. Und mit Blick auf den nahe gelegenen Dorfkern West sagte der Gemeindepräsident schmunzelnd: «Wir befinden uns auf der erfolgreicheren Seite.» Dort scheiterte das Projekt eines neuen Gemeindehauses mit Einbezug vom Chrämerhus. Doch nach dem kurzen Schwenker betonte Müller: «Der Prozess war hürdenvoll. Jetzt dürfen wir aber auf das Erreichte stolz sein.» Als Triebfeder beim Projekt entpuppte sich auch die Eberli Entwicklung AG. «Es war eine lange Durststrecke», so Fassbind. Letztlich zum Durchbruch verhalf dem Projekt wohl, dass der Bauherr die Pläne des Parkhauses nochmals überarbeitete.

Im Sommer sollen der Abbruch der alten Häuser und der Aushub starten. Geplant ist, dass das Zentrum im Frühling/Sommer 2020 fertig ist – das Parkhaus wahrscheinlich schon früher.

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