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3317 Schüler haben im Kanton Luzern bisher eine Lehrstelle gefunden

Die Zahl der abgeschlossenen Lehrverträge hat in Luzerner Betrieben im Vergleich zu den Vorjahren per Ende Mai etwas abgenommen. Doch bis Ende September kann sich das noch markant ändern.
Susanne Balli und Roger Rüegger
Oberflächentechniker Luan Duzhmani hat seine Lehre bei der Silbag AG in Luzern absolviert. (Bild: Corinne Glanzmann, 4. Juni 2018)

Oberflächentechniker Luan Duzhmani hat seine Lehre bei der Silbag AG in Luzern absolviert. (Bild: Corinne Glanzmann, 4. Juni 2018)

Anfang Juli schliessen zirka 3000 Schüler im Kanton Luzern ihre obligatorische Schulzeit ab. Das sind rund 250 weniger als im Vorjahr. Viele von ihnen werden nach den Sommerferien mit einer Lehre ins Berufsleben einsteigen. Ausbildungsplätze hat es viele. Die Dienststelle Berufs- und Weiterbildung (DBW) bewilligte im Kanton Luzern bis Ende Mai 3317 Lehrstellen – über 300 Stellen mehr als Schulabgänger.

Christof Spöring, DBW-Dienststellenleiter, erklärt: «Der Lehrstellenmarkt ist kantonsübergreifend. Neben Schulabgängern aus dem Kanton Luzern sind auch Verträge von Lernenden enthalten, die ausserhalb des Kantons wohnhaft sind.» Zudem seien auch jene erfasst, die nach Abschluss des eidgenössischen Berufsattests (EBA) in die verkürzte Ausbildung zum eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) starten würden. Er rechnet, dass rund 600 Schulabgänger noch keine Lehrstelle im Sack haben.

Lehrverträge werden immer später abgeschlossen

Diese Zahl ist nicht alarmierend. In den letzten Jahren wurden zwischen Juni und August jeweils bis zu 1000 weitere Lehrverträge abgeschlossen. Dieser Trend zu später abgeschlossenen Lehrverträgen scheint anzuhalten. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre werde auch dieses Jahr zum Schulstart mit einer ähnlich hohen Anzahl Lehrlingen wie in den Vorjahren gerechnet, so Spöring. Zum Vergleich: Im Vorjahr unterzeichneten im Mai 3475 Personen einen Lehrvertrag, im September 4 881 (siehe Tabelle).

Abgeschlossene Lehrverträge

Anzahl im Kanton Luzern
Jahr 2015 2016 2017 2018
Zwischenstand unterzeichneter Lehrverträge per Ende Mai 3801 3502 3475 3317
Anzahl unterzeichneter Lehrverträge per Ende September 4984 4819 4881 -

Die beliebtesten Berufe sind Informatiker, Zeichner und jene im kaufmännischen Bereich. In diesen Branchen werden die Lehrverträge gemäss früh vergeben, weshalb nur noch einzelne frei sind. Auch die Gesundheitsbranche mit ihrem stetig wachsenden Lehrstellenangeboten findet laut DBW genügend Bewerbende. Hingegen sind in Kleinberufen etliche Lehrstellen offen. Die Ausbildung als Lebensmitteltechnologe oder Oberflächenbeschichter EFZ und Oberflächenpraktiker EBAist wenig gefragt. Matthias Freiesleben, Geschäftsführer der Silbag AG in Luzern: «Der Beruf Oberflächentechniker ist kaum bekannt. Oft absolvieren Personen eine Lehre, die in der Familie Berufsleute aus dieser Sparten haben.» Auch in seiner Firma ist eine Lehrstelle frei. Ob diese besetzt wird, ist unklar. «Für den Beruf sind Chemie, Physik und Mathe wichtig, eben Fächer, die nicht attraktiv sind», so Freiesleben. Auch in der Lebensmittelbranche, im Gastgewerbe oder in der Haustechnik sind Lehrlinge schwer zu finden.

Im Kanton Luzern wählen über 70 Prozent der Sek-Schulabgänger den Weg über die Lehre ins Berufsleben. Die duale Berufsbildung ist laut Spöring für die Jugendlichen attraktiv, weil diese nach kurzer Zeit selbstständig arbeiten und eigenes Geld verdienen können. Für die Wirtschaft seien sie gesuchte Fachkräfte mit Praxiserfahrung. Die Berufsmatura (BM) vermittle Leuten zur Berufspraxis eine erweiterte Allgemeinbildung. Im März meldeten sich 860 für das Aufnahmeverfahren der BM an, 688 haben bestanden. Im Vorjahr waren es 861, bestanden haben 685.

Spöring sieht in dieser Hinsicht Spielraum nach oben. «Im Vergleich mit anderen Kantonen ziehen die Luzerner Lernenden diese Option zu wenig. Es gibt sehr viele junge Leute, die das Potenzial für die BM haben, es aber nicht nutzen.» Das DBW engagiere sich, dass sich Lernende vermehrt mit der BM auseinander setzen. Auch die Lehrbetriebe würden aufgefordert, ihre Auszubildenden für die BM zu Motivieren und vor allem zu unterstützen.



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