400 Kinder planen den Pausenplatz des neuen Schulhauses Staffeln

In Reussbühl entsteht das bisher grösste Luzerner Schulhaus. Um die Bedürfnisse der Schulkinder mit einzubeziehen, durften sie bei der Gestaltung des Pausenhofs mitreden. Unter anderem findet daher ein Trinkwasserbrunnen Einzug ins neue Aussenareal.

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Die Ideenfindung findet im direkten Dialog an den Workshops der Primarschule statt. (Bild: Jakob Ineichen)

Die Ideenfindung findet im direkten Dialog an den Workshops der Primarschule statt. (Bild: Jakob Ineichen)

(pd/lil) In Reussbühl entsteht das neue Schulhaus Staffeln, die grösste Schulanlage der Stadt Luzern (wir berichteten). Sie bietet Platz für 24 Primarklassen, zwei Kindergärten, Räume für schulergänzende Betreuung und eine Dreifachturnhalle. Die Eröffnungsfeier solle anfangs September 2020 stattfinden.

Für die Planung des Pausenhofs entschied sich die Stadt Luzern für ein Verfahren, welches die Wünsche und Meinungen der 400 Ruopiger Primarschüler mit einfliessen lässt. Das teilt die Stadt am Dienstag mit. Der ganze Prozess geschieht in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekten und der Bauherrenvertretung. Der Projektleiter Boris Pulfer freut sich:

«Mit diesem Vorgehen können wir aufzeigen, dass die Partizipation von Kindern auch bei grossen Bauprojekten möglich ist und zu tollen Ergebnissen führt.»

Im Juni letzten Jahres durften die Kinder aufzeigen, wie sie den aktuellen Aussenraum der Primarschule Ruopigen nutzen und welche Aktivitäten dort nicht möglich sind. Die Quartierarbeit hat dies ausgewertet und dem zuständigen Landschaftsarchitekten entsprechende Empfehlungen unterbreitet. Die Kinder haben dann anhand eines provisorischen Modells geprüft, ob ihre Bedürfnisse berücksichtigt worden sind. Nun wird der Landschaftsarchitekt letzte Anpassungen vornehmen.

Die Kinder nehmen das Modell genau unter die Lupe. (Bild: Jakob Ineichen)

Die Kinder nehmen das Modell genau unter die Lupe. (Bild: Jakob Ineichen)

Trinkwasserbrunnen, Lagerraum für Spielgeräte

Das neue Schulhausareal wird auch der Öffentlichkeit zugänglich sein und als zusätzlicher kinderfreundlicher Raum zur Verfügung stehen. Unter anderem fanden folgende Ideen der Kinder Einzug in die Planung des Aussenbereichs: Ein Trinkwasserbrunnen, in dem man auch die Füsse baden kann, ein Wegnetz, welches für Trottinetts geeignet ist, genügend Nischen, in welche man sich etwas zurückzuziehen kann und ein Lagerraum für Spielgeräte. Boris Pulfer sagt dazu:

«Ziel war es, dass möglichst viele Aktivitäten auf dem Areal möglich sind, so dass sich die Kinder nicht um einzelne Spielgeräte streiten müssen.»

Auch die Kinder schienen am Unterfangen Spass zu finden. Ein 9-jähriger Junge fand, es sei schön gewesen, dass sie ihre Ideen einbringen durften. Ein 7-jähriges Mädchen blickt bereits voraus:

«Ich würde am liebsten schon morgen ins neue Schulhaus ziehen.»