50 Jahre Wärchbrogg – Ausstellung eröffnet

Wärchbrogg heisst die älteste Luzerner Institution, die Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen Arbeit bietet. Aus Anlass des 50-Jahr-Jubiläums ist am Donnerstag in der Kornschütte eine Ausstellung eröffnet worden.

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Nadine Troxler packt in der Wärchbrogg Nagelknipser ein. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Nadine Troxler packt in der Wärchbrogg Nagelknipser ein. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Den Grundstein zur Wärchbrogg legte 1962 Gertrud Schreiber, die Sozialarbeiterin der katholischen Pfarrei St. Leodegar, indem sie mit einer Gruppe von betagten Frauen in Heimarbeit Weihnachtsschmuck herstellte. Daraus ging eine geschützte Werkstatt hervor, die bald schon einfachere Verpackungs- und Montagearbeiten für diverse Firmen ausführte.

In den 1970-er Jahren sank der Anteil an betagten Mitarbeitenden. Sie wurde sukzessive durch Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen ersetzt. Sie bilden nun seit bald 20 Jahren die Mehrheit der Beschäftigten.

Ausbau mit Atelier und Quartierladen

Die Wärchbrogg ist spezialisiert auf Verpackung und Konfektionierung, Recycling, Montage sowie Kontrolle von Industrie- und Gewerbeprodukten. Unter der Leitung von Monica Walker ist das Unternehmen in den letzten Jahren ausgebaut worden.

2011 konnte das WärchAtelier eröffnet werden, wo neben einfachen Auftragsarbeiten auch kreative Beschäftigungen angeboten werden. Seit Frühling 2012 führt die Wärchbrogg den Quartierladen an der Baselstrasse. Zurzeit beschäftigt die Wärchbrogg 85 Personen. Jährlich leisten sie rund 92'000 Arbeitsstunden.

sda