60 Kiebitze im Wauwilermoos geschlüpft

Bruterfolg im Wauwilermoos: Im laufenden Jahr haben 53 Kiebitz-Paare gebrütet. Über 60 ihrer Küken sind bisher flügge geworden.

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Ein Drittel der Schweizer Kiebitzpaare brütet im luzernischen Wauwilermoos. (Bild: PD / Markus Jenny)

Ein Drittel der Schweizer Kiebitzpaare brütet im luzernischen Wauwilermoos. (Bild: PD / Markus Jenny)

Ein Drittel der Schweizer Kiebitzpaare brütet im luzernischen Wauwilermoos. (Bild: PD / Markus Jenny)

Ein Drittel der Schweizer Kiebitzpaare brütet im luzernischen Wauwilermoos. (Bild: PD / Markus Jenny)

Seit 2005 betreut die Schweizerische Vogelwarte in Sempach das Projekt zur Rettung des Kiebitzes im Wauwilermoos. Damals war der Bestand der Vögel auf einem Tiefstand von zehn Paaren gesunken und gerade mal drei Junge schlüpften. Der Kiebitz stand kurz vor dem Aus. Dank der kiebitzfreundlichen Bewirtschaftung erholte sich die Restpopulation und erreichte im laufenden Jahr einen neuen Höchstwert von 53 Paaren, wie die Schweizerische Vogelwarte Sempach in einer Mitteilung schreibt. 60 junge Kiebitze sind nun bisher flüüge geworden. Trotz dieses Hoffnungsschimmers sei der stark bedrohte Kiebitz aber noch lange nicht über den Berg.

Zäune schützen Kiebitze

Elektrozäune schützen die Gelege vor Nesträubern. (Bild: PD / Marcel Burkhardt)

Elektrozäune schützen die Gelege vor Nesträubern. (Bild: PD / Marcel Burkhardt)

Zusammen mit Landwirten werden seither Fördermassnahmen umgesetzt. Damit die Kiebitze ungestört brüten können, werden Kulturen ausgewählt, wo während der Brutzeit nur wenig gemacht werden muss. Gegen Füchse und andere Nesträuber werden die Brut- und Nahrungsgebiete grossräumig mit Elektrozäunen geschützt. «Die Gelege und die bereits kurz nach dem Schlüpfen sehr mobilen Küken werden Opfer von Pflug und Mähmaschine, aber auch von Füchsen, Katzen und andern Räubern», erklärt Stephanie Michler von der Schweizerischen Vogelwarte. «Gemeinsam mit den Bauern wählten wir Kulturen aus, wo während der Brutzeit nur wenig gemacht werden muss. Dort können Kiebitze fast ungestört brüten».

rem/sda