700 Anträge zum Agglo-Programm Luzern

Im Mitwirkungsverfahren zum Agglomerationsprogramm Luzern (AP) der zweiten Generation sind 59 Eingaben mit rund 700 Anträgen eingegangen. Das AP wird nun bereinigt und nach den entsprechenden Beschlüssen spätestens Ende Juni 2012 den Bundesbehörden unterbreitet.

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Auch im Agglo-Programm: Der Seetalplatz, hier mit dem Bahndamm. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Auch im Agglo-Programm: Der Seetalplatz, hier mit dem Bahndamm. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Das AP der zweiten Generation (2015-2018) baut auf dem ersten auf (2011-2014). Dieses enthält eine Gesamtstrategie mit 24 Massnahmen zur Siedlungs- und Verkehrsentwicklung. Darin enthalten sind als übergeordnete Projekte der Tiefbahnhof Luzern, der Autobahn-Bypass und der Ausbau des Seetalplatzes in Emmen.

Von Mitte September bis Mitte November 2011 dauerte das Mitwirkungsverfahren für das AP2. Dabei gingen laut Medienmitteilung der Dienststelle Raumentwicklung vom Mittwoch 59 Eingaben mit rund 700 Anträgen ein - darunter Stellungnahmen von 3 Nachbarkantonen, 23 Gemeinden, 7 Parteien und 23 weiteren Organisationen.

Aufgrund von mehreren Anträgen soll nun die die zeitliche Priorisierung der Massnahmen Tiefbahnhof und Bypass etwas offener formuliert werden. Noch geprüft werden Begehren auf Aufnahme der Südumfahrung Küssnacht SZ ins AP Luzern.

Unterschiedliche Gewichtung des Verkehrs

Von allen Seiten unterstützt wird das Gesamtverkehrskonzept Agglomerationszentrum mit möglichst raschen Lösungen im Bereich Bahnhof-Pilatusplatz Luzern sowie auf den angrenzenden Achsen. Von einer grossen Mehrheit unterstützt wird die Weiterentwicklung des Bussystems.

Teilweise diametral auseinander gehen laut Medienmitteilung die Anträge zur Gewichtung des öffentlichen Verkehrs, des Langsamverkehrs und des motorisieren Individualverkehrs. Mehrheitlich unterstützt werden aber die im kantonalen Bauprogramm verankerten Massnahmen zur Buspriorisierung.

Das AP wird nun konkretisiert und bereinigt. Anschliessend erfolgt die Verabschiedung durch die Delegierten des Entwicklungsträgers LuzernPlus und die Regierungen der Nachbarkantone sowie der Beschluss durch die Luzerner Kantonsregierung. Anschliessend wird es den Bundesbehörden zur Prüfung unterbreitet.

sda