71-Jähriger muss ins Gefängnis

Ein Rentner wollte mit ungedeckten Checks Fahrzeuge für mehr als 230'000 Franken ergaunern. Dafür muss er jetzt 20 Monate lang ins Gefängnis - obwohl die Betrügereien meist schiefgingen.

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Der aktive Senior war mehrfach schon angeklagt. Themenbild. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Der aktive Senior war mehrfach schon angeklagt. Themenbild. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Um seiner noch jungen Familie ein anständiges Leben zu bieten, verlegte sich der bereits mehrfach vorbestrafte Senior auf reichlich unanständige Methoden. So betätigte der 71-Jährige aus der Region Luzern sich zwischen Ende 2007 und Sommer 2009 in verschiedenen Kantonen als Serienbetrüger. Meistens wandte eine denkbar einfache Masche an: Er suchte diverse Autohändler unter einem falschen Namen auf und kaufte verschiedene Fahrzeuge ein – mit ungedeckten Checks.

Die Anklageschrift listete 15 Vorfälle auf, wobei viele Opfer den Schwindel gerade noch bemerkten und die Fahrzeuge dem Beschuldigten nicht übergaben. Nur drei Verkäufer tappten tatsächlich in die Falle.

Trotzdem führte die zuständige Staatsanwältin einen beachtlichen Deliktsbetrag von über 230'000 Franken auf und stufte die gescheiterten Projekte als versuchte Betrügereien ein. Aufgrund von mehreren einschlägigen Vorstrafen, unter anderem der Staatsanwaltschaft Luzern, forderte die Anklägerin des Bezirksgerichts Zürich nun eine unbedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten.

Attila Szenogrady


Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.