8 Millionen für Solaranlagen auf Schulhäusern

Die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) stellt während zwei Jahren acht Millionen Franken zur Verfügung, damit Luzerner Gemeinden auf ihren Schulhausdächern Solaranlagen bauen können. Bis Ende 2014 soll in allen 71 Gemeinden im CKW-Gebiet eine Anlage stehen.

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Möglichst viele Schulhäuser im Kanton Luzern sollem mit Solaranlagen ausgerüstet werden. (Bild: Pius Amrein//Neue LZ)

Möglichst viele Schulhäuser im Kanton Luzern sollem mit Solaranlagen ausgerüstet werden. (Bild: Pius Amrein//Neue LZ)

Luzern. Die CKW sieht das neue Programm "Solarstrom macht Schule" als Alternative zur überlasteten kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) des Bundes, wie das Stromunternehmen am Donnerstag an einer Medienkonferenz in Emmen mitteilte.

Mit dem vorerst auf zwei Jahre angelegten Förderprogramm will die CKW die Gemeinden zur Produktion von Solarstrom ermuntern und Schüler für das Thema sensibilisieren. Gleichzeitig wolle die CKW einen Beitrag an die Energiewende leisten und den Anteil des Stroms, der im Kanton Luzern produziert wird, erhöhen, sagte CKW-Geschäftsführer Andrew Walo. Derzeit beträgt dieser Anteil nur zwei Prozent der Strommenge.

Beim Bau neuer Solaranlagen auf Schulhausdächern zahlt die CKW künftig bis Zweidrittel des Investitionspreises. Einen Drittel muss die Gemeinde übernehmen, die Bauherrin und Eigentümerin der Anlage ist. Den produzierten Strom können die Gemeinden selber verwenden oder der CKW zum jeweils aktuellen Marktpreis verkaufen.

Wenn jede Luzerner Gemeinde eine Anlage installiert, könnten diese Kraftwerke zusammen Strom für Rund 800 Haushalte produzieren, schätzt die CKW. Sie rechnet mit einer Amortisation der Anlagen nach 25 Jahren.

Gemeinden haben das Risiko

«Mit der Solarinitiative können wir allen Gemeinden eine Starthilfe bieten, damit sie sich trotz angespannter Finanzlage für die erneuerbaren Energien engagieren können, sagte CKW-Geschäftsleitungsmitglied Felix Graf. Das Risiko für die Investition liegt dabei vor allem bei den Gemeinden. «Die grosse Unbekannte ist, wie sich der Strompreis am Markt entwickeln wird», sagte Peter Suter, Leiter Neue Energien bei der CKW.

Die Luzerner Regierung steht hinter dem Förderprogramm, weil es dem Ziel des Kantons entgegenkommt, die Menge an erneuerbarer Energie bis 2030 zu verdoppeln. Finanziell unterstützen wolle sie das Programm aber nicht, sagte der Luzerner Bau-, Umwelt, und Wirtschaftsdirektor Robert Küng.

Küng sprach sich dezidiert für Solaranlagen auf Dächern aus. Im Januar lehnte sein Departement in der Vorprüfung CKW-Pläne für die grösste Solar-Freiflächenanlage in Inwil aus raumplanerischen und landschaftsschützerischen Überlegungen ab.

Die CKW will bis 2050 total 2,4 Milliarden Franken in die Produktion erneuerbarer Energien investieren.

sda