800 000 Bücher gehen ins Exil

Im Herbst beginnen die Sanierungsarbeiten am 60-jährigen Gebäude der Zentralbibliothek. Da die Bücher ausgelagert werden, müssen die Benutzer länger warten.

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Josef Augustin räumt Bücher der ZHB Luzern im ehemaligen Ackermann-Gebäude in Entlebuch ein. (Bild: Maria Schmid/Neue LZ)

Josef Augustin räumt Bücher der ZHB Luzern im ehemaligen Ackermann-Gebäude in Entlebuch ein. (Bild: Maria Schmid/Neue LZ)

Wer heute bei der Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) ein Buch bestellt, hält dieses im Normalfall binnen einer Viertelstunde in den Händen. Doch das könnte sich im Laufe der nächsten Monate ändern: Denn bei der ZHB wird gezügelt, bis zum Start des Umbaus im September müssen sämtliche Medien ins ehemalige Ackermann-Gebäude in Entlebuch verfrachtet werden. «Gewisse zeitliche Verzögerungen bei den Bestellungen sind unvermeidlich», sagt Ina Brueckel, Sprecherin der ZHB Luzern.

Ab September - wenn alle Bestände im Zwischenlager sind - soll zweimal täglich ein Transporter den Weg ins Entlebuch und zurück unter die Räder nehmen. Bei jährlich 200 000 bis 240 000 Ausleihen reiche dies. «Gegenüber der heutigen Situation ist dies sogar eine Verbesserung», sagt Brueckel. «Je nach Aussenlager betragen die Wartezeiten derzeit nämlich zwischen einem und mehreren Tagen.» Für die Bibliotheksnutzer hat der zusätzliche Transportaufwand keine Folgen, die Ausleihe ZHB-eigener Medien bleibt weiterhin kostenlos.

Wäre eine Lösung in Luzern oder der Umgebung nicht besser gewesen? Das sei geprüft worden: «Aber das Lager in Entlebuch hat sich als die beste Variante herausgestellt.» Das gelte auch bezüglich der Kosten, der Mietzins beträgt pro Jahr rund 307 000 Franken.

Regula Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.